Praise God
Einführung:
Gott bringt seinen Segen. Aber auch Menschen können ein Segen sein. Das hören wir heute. Wir stehen kurz vor der „Ankunft Gottes“.
Er kommt zu uns als Mensch und Gott und bringt seinen Segen und zeigt uns seine göttliche und menschliche Seite.
Um ihn zu empfangen, wollen wir unser Herz bereiten und
um sein Erbarmen bitten, weil wir gesündigt haben.

Predigt:
„Es ist interessant Menschen zu beobachten“, sagte mir jemand…
Ja, es ist wirklich so…
Und wenn ich ab und zu mit dem Zug unterwegs oder in der Stadt bin, tue ich es bewusst.
Manche Menschen telefonieren so laut und verraten viele ihrer Geheimnisse…
Manche unterhalten sich über Essen, Wetter, Politik und ganz alltägliche Dinge.
Einige aber berichten von ihren Problemen in der Arbeit, in der Ehe oder über ihre Krankheit.
Das Schöne dabei ist: Immer wieder höre ich ein tröstendes Wort.
„Es wird wieder alles gut. Du schafft das.“
oder „Ruf mich an, wenn du Hilfe brauchst“…
Ja, es ist wichtig und schön, dass wir Gesprächspartner haben.

Heute sehen wir im Lukasevangelium Elisabeth und Maria.
Ihre Begegnung und Unterhaltung betrachten wir heute.

Für uns sind beide „gesegnete Frauen“.
Diese aber stehen inmitten unerwarteter Ereignisse.
Beide wurden berufen Mütter zu sein.
Mutterschaft in sich selbst ist eine wunderbare Sache.
Für diese Frauen war das aber nicht so optimal.
Denn Elisabeth war zu alt für eine problemlose Schwangerschaft…
Und Maria war nicht mit ihrem Mann zusammen.
Eigentlich sollten sie sich darüber Gedanken machen, vielleicht auch Angst haben, denn beide sind in lebensbedrohlichen Situationen.

Tatsache aber ist, dass beide keinerlei Ängste zeigen.
Zumindest hören wir das nicht im Evangelium.
Stattdessen kommen nur Loblieder aus ihrem Mund..
Elisabeth preist Maria…
und Maria bringt ihren Segen in diese Familie,
zu diesen älteren Menschen.
Sie sehen in diesen Dingen die Hand Gottes.
Sie stärken einander…nicht nur in Worten, sondern auch mit Taten.

Sehr selten verhalten wir uns wie diese Frauen.
Wir reagieren ganz anders.
Wenn wir ein kleines Problem haben
kommen sehr wahrscheinlich keine Loblieder aus unserem Mund…
In solcher Lage beten wir eher:
„Lieber Gott, befreie mich aus dieser Situation…“

oder wir versuchen die Schuld anderen in die Schuhe zu schieben.

Das könnten auch diese beiden Frauen tun.
Elisabeth könnte Gott erwidern:
„Warum hast du mir in meinen jungen Jahren kein Kind geschenkt? Jetzt bin ich alt…“

Auch Maria könnte Gott anklagen:
„Lieber Gott, es ist ein Abenteuer…
Könntest du nicht ein paar Monate abwarten, bis ich mit Josef zusammen bin“?…

Nein… So etwas denken und sagen sie nicht.
Stattdessen akzeptieren sie einfach den Willen Gottes…

Meine Lieben, Hindernisse und Probleme haben
nicht das letzte Wort in unserem Leben.
Denn in unserer Berufung haben wir viel Kraft von Gott bekommen und damit können wir die Probleme überwinden.
Dazu allerdings brauchen wir auch ein starkes Vertrauen in Gott.
Dazu brauchen wir auch gute Freundschaften und Partner.
Versuchen wir in unseren Gesprächen positiv zu sein und
Menschen zu ermutigen.
Dann können wir wie Elisabeth und Maria,
Gott in unserer Mitte begrüßen.
Gott segne uns. Amen!

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