be-honest-in-wordsEinführung:
Im heutigen Evangelium hören wir die Geschichte von zwei Söhnen.
Am Ende der Geschichte wird uns von dem älteren Sohn berichtet,
dass er nicht nach Haus gehen wollte.
Er war zornig und konnte seinen Vater nicht verstehen,
weil er seinen jüngeren Bruder wieder freundlich aufgenommen hatte.
Der Vater aber versuchte einen Weg der Versöhnung zu gehen,
denn ohne seinen ältesten Sohn wäre das Fest nicht vollkommen gewesen
So wie der ältere Sohn in diesem Gleichnis verstehen auch wir nicht alles was in unserem Leben geschieht.
Aber Gott lädt uns ein zur Versöhnung und zur Gemeinschaft.
Mit ihm wollen wir unser Leben feiern und
dazu bitten wir um seine Hilfe im Kyrie:

Predigt:
Die Geschichte, die wir gehört haben, ist uns bekannt.
Immer wieder interpretieren wir sie als Beispiel für die große Barmherzigkeit Gottes.
Heute möchte ich die Geschichte in einem anderem Blickwinkel betrachten.
Dazu stelle ich die Frage:
Warum erzählt Jesus überhaupt diese Geschichte?

Die Antwort bekommen wir gleich am Beginn der Erzählung.
Jesus wurde vorgeworfen, dass er sich mit Sündern abgibt.
In einem gewissen Sinn stimmt das auch.
Denn wie Lukas berichtet,
kamen die Zöllner und Sünder zu Jesus um ihn zu hören.
Und wir müssen zugeben,
dass Jesus eine Beziehung zu diesen Menschen einging.
Er hat sie ernst genommen,
hat ihnen zugehört und ihnen mit Wort und Tat geholfen.

Jesus war stets mit denen, die bereit waren ihr Leben zu ändern.
Dazu zwei weitere Beispiele aus dem Evangelium:
Levi, der Zöllner, hörte die Stimme Jesu und wurde sein Jünger…
Er ist der spätere Evangelist Matthäus.
Zachäus ist das zweite Beispiel, auch er war ein reicher Zöllner.
Um Jesus zu sehen, kletterte er auf einen Baum.
Jesus sieht seine Bemühungen, besucht ihn und
am Ende hören wir, dass dieser Besuch das Leben des Zachäus völlig verändert hat.

Jesus war auch zu Gast bei Pharisäern, aber
die meisten von ihnen wollten ihr Leben nicht ändern.
Andere, eben die ‚Sünder und Zöllner‘ haben bemerkt,
dass sie mit Jesus den Sinn ihres Lebens fanden.

Diese Feststellung bedeutet aber nicht, dass Jesus generell gegen die Pharisäer war.
Nein, er hatte auch gute Freunde unter ihnen.
Ein Beispiel lesen wir hierzu bei Lukas 13, 31.
„Zur selben Stunde kamen einige Pharisäer und sagten zu ihm:
Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten.“
Das sagt uns, dass Jesus zu einigen von ihnen gute, ja eine freundschaftliche Beziehung hatte.

Meine Lieben, all dies soll uns vor allem zeigen,
dass Jesus niemanden aus der Gemeinschaft ausgeschlossen hatte.
Er war bei den Menschen beliebt…
nicht nur bei den Zöllnern, auch bei den Pharisäern.
Trotzdem versuchen einige immer wieder gegen ihn die gleiche Lüge zu verbreiten, (dass er nur der Freund von Sündern und Zöllnern sei).
Sie wollten Jesus schlecht machen, ihm schaden.

Das erleben wir auch heute….
Wir nennen das in der heutigen Zeit ‚Fake-News‘.
Wir klassifizieren Menschen nach unserem Geschmack und Orientierung.

Gott aber ist nicht so.
Er will jeden empfangen, der auf dem Weg zu ihm ist…
Er sieht ihn von Ferne,
wie der Vater, der seinen Sohn von weitem sah und erkannte…

Meine Lieben,
auch wir sollten unsere Blicke schärfen,
Menschen mit Freude empfangen…
Freude in der Gemeinschaft verbreiten…
das Gute in anderen schätzen lernen…
Ganz besonders sollen wir ein Leben in Wahrheit führen.
Unsere Meinungen sollen ehrlich sein.
Unsere Worte sollen nicht hinterhältig sein…
Denn Lügen (können nicht lange existieren) haben keine Zukunft,
weil sie nicht von Gott stammen.

Die Fastenzeit möge uns dabei helfen,
ehrlich in Worten und Taten zu sein.
Gott segne uns damit wir in der Wahrheit leben. Amen!

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