Jesus is the opening
Normalerweise halte ich meine Predigt in der Kirche. So auch meine letzten Videopredigten.
Aber heute seht ihr im Hintergrund meine Wohnung, um es genau zu sagen, die Eingangstür zu meinem Wohnbereich.

Das hat einen besonderen Grund. Denn einmal stand ich vor eben dieser Tür, die einen eigenen Schlüssel hat. Nur, ich wusste es noch nicht. Damals hatte ich Glück, denn es half mir ein Freund. Seitdem, wenn ich meine Wohnung verlasse,
überprüfe ich mehrmals ob ich meinen Schlüssel dabei habe.
Im heutigen Evangelium hören wir die Worte Jesus:„Ich bin die Tür“.
Sogleich erinnerten mich diese Worte an meine Erfahrung mit meiner Wohnungstür.

Jesus war eine wunderbare Offenbarung und eine Tür für diejenigen, die mit ihm durch diese Tür eintraten. Sie erlebten eine neue Welt.
Die Evangelien berichten davon.
Er zeigte den Menschen eine neue Welt der Gerechtigkeit,
eine neue Welt der Geschwisterlichkeit und
vor allem schenkte er ihnen eine neue Gotteserfahrung.

Seine eigene Erfahrungen sagen uns, dass Türen eine große Bedeutung haben: Ja, es ist interessant zu hören, dass dieser Jesus und seine Eltern, noch vor seiner Geburt, vor vielen verschlossenen Türen in Bethlehem standen.
Aber nachdem er sein öffentliches Leben begonnen hatte, fand er fast überall offene Türen.
Er war bei vielen Menschen ein willkommener, gern gesehener Gast.
Viele Menschen fanden auch einen leichten Zugang zu ihm.
Wenn uns Jesus heute sagt, dass er die Tür sei, will er diese positive Erfahrung mit uns teilen.

Meine Freunde, eine geöffnete Tür sagt uns, dass wir willkommen sind. Sie sagt dir und mir, hier ist eine offene Welt für dich.

Zum Glück finde ich als Priester und als Freund bei vielen Menschen und Familien offene Türen. Das ist gerade heute nicht selbstverständlich,
da der Fremdenhass neue Formen angenommen hat.
Manche Nachrichten, auch aus kirchlichen Bereichen machen uns nachdenklich…
Wir erfahren auf diese Art, dass viele Menschen nicht bereit sind sich zu öffnen.
Gott sei Dank ist es nur eine Minderheit.

Die Tür bekommt auch in dieser Corona-Zeit eine besondere Bedeutung:
Viele gehen nicht mehr aus dem Haus und haben seit langem keine Außenwelt gesehen. Viele wurden plötzlich krank.
Einige wurden sterbend durch die Tür getragen…
Türen erzählen in dieser schweren Zeit viele Geschichten…

Meine Erfahrungen mit Türen sagen mir einiges…
Die Erfahrung mit meiner Wohnungstür ließ mich erkennen:
Türen sind nicht nur Gegenstände. Denn hinter jeder Tür gibt eine andere Welt. Man muss vorsichtig damit umgehen.

Meine guten Erfahrungen mit den Menschen sagen mir,
dass ich dankbar sein soll, weil ich bei vielen willkommen bin…
Dabei höre ich im Hintergrund die Frage:
Habe ich den richtigen Schlüssel zu den Menschen und zu Gott?
Ist Christus die Tür und der passende Schlüssel in meinem Leben?
Fühle ich mich in und bei ihm sicher?
Gott, wir bitten dich, bereite uns offene Türen und schenke uns schöne Erfahrungen. Amen!

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