covenant of hearts
Der Prophet Jeremia spricht heute über einen neuen Tag und über den neuen Bund Gottes mit den Menschen. Er will seinen Bund erneuern und findet dafür einen besonderen Weg. Gott wird sein Gesetz nicht mehr auf steinernen Tafel verkünden, sondern in das Herz der Menschen legen. Steinerne Tafel kann man zerstören. Das hatte auch Mose mit den ersten Tafeln getan, aus Zorn darüber, dass die Menschen einen goldenen Stier anbeteten.
Hier findet Gott eine andere Lösung, damit man seine Gebote nicht so leicht zerstören kann: er legt sie in das Herz des Menschen.

Gott schließt diesen ewigen Bund mit seinem Volk, weil er ein guter Hirte ist. Er will sein Volk nicht verlieren…

Auch im Evangelium hören wir von einem guten Hirten.
Jesus war dieser Hirte. Er war beliebt bei den Menschen.
Er war auch über örtliche Grenzen hinaus bekannt.
Auch seine Worte erreichten die Herzen der Menschen.
Seine Botschaft hat alle Grenzen überwunden.

Deshalb, so hören wir im heutigen Evangelium, haben einige Griechen nach Jesus gesucht. Das erinnert uns sofort an die Jesu Geburt: Hier waren es die drei Weisen, die wir an seiner Krippe finden, auch sie hatten nach Jesus gesucht. Es sind nicht die einzigen Stellen, wo von der „Suche“ die Rede ist. In verschiedenen Zusammenhängen lesen wir in den Evangelien, dass Menschen Jesus suchten und zu ihm wollten. Nicht nur der Wunder wegen, nein, allein seine Nähe war etwas Besonderes.
Seine Worte waren wie Balsam für ihre Seelen. Bei allen Gelegenheiten versuchte Jesus den Bund mit Gott dem Vater zu stärken.

Durch die Weihe wird ein Priester zum Hirten, er wird ein Seelsorger.
Ja, er sollte die Sorgen der ihm anvertrauten mittragen, zuhören und Trost spenden. Er soll Mittler zwischen Gott und den Menschen sein und so den Bund der Liebe und der Barmherzigkeit stärken…
Jesus führte durch seine verschiedenen Charismen und Begabungen Menschen zusammen. Aber das war nicht seine einzige Aufgabe.
Die heutige Stelle im Evangelium erinnert aber auch uns an unsere Pflichten. Als Priester und als Volk Gottes haben wir eine wichtige Berufung in der Kirche und in der Welt. Wir wissen, dass ein Pfarrer heute fast als Manager arbeiten muss. Er muss sich stark um die Verwaltung kümmern und hat somit weniger Zeit für die Seelsorge.
Deshalb braucht eine Gemeinde Menschen, die mitarbeiten.
Wir sagen: die Zeiten sind anders geworden.
Die Kirche, die Priester, der Glaube, das Leben der Menschen waren früher anders. Ja, das ist richtig.
Aber wenn wir nur wollen, können wir trotzdem eine gute, harmonische Gemeinde sein, indem wir durch unsere Bereitschaft zur Zusammenarbeit zeigen.

Ein Priester allein kann das heute nicht erreichen.
Er braucht helfende Hände… Er braucht viel Unterstützung…
Er braucht aber auch Kritik…Er braucht dennoch Aufmerksamkeit und Annahme… Denn oft ist er alleine. Er kann nicht sagen, „das ist meine Familie“, wenn die Menschen, die Pfarrei, ihn nicht verstehen und unterstützen.

Jesus verkündete die Botschaft Gottes, die keine Grenzen kannte.
Das war sein Auftrag an seine Jünger.
„Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern…“ (Mt 28, 19)

Lasst uns deshalb um gute Seelsorger beten.
Lasst uns gemeinsam den Bund Gottes stärken.
Lasst uns einen Bund der Herzen schließen.
Versuchen wir als lebendige Christen zu leben.
Mögen Menschen durch unser Vorbild, sich auf den Weg machen um Gott zu suchen.
Gott segne unsere Gemeinschaft und unsere Familien. Amen!

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