5. Sonntag der Fastenzeit_Ez 37, 12b-14_Joh 11, 1-45

GREATNESS OF GODEinführung:
Wenn wir gesund sind, Freunde um uns haben, so denken wir, dass wir unser Leben unter Kontrolle haben. Andererseits kann uns eine unerwartete Krankheit oder manche bittere Erfahrung entmutigen und aus der Bahn werfen..
Viele Freunde werden dann nicht mehr bei uns sein.
In manchen Fällen werden wir sogar sagen:
Nicht nur die Menschen, auch Gott ist weit weg von uns.
Trotzdem kann er auch in solchen Situationen für uns Wunder wirken.
Wenn wir ihm vertrauen, dann werden wir seinen Trost erfahren.
Das verkündet uns Jesus im heutigen Evangelium.
Ihn preisen wir im Kyrie Ruf:

Predigt:
Krankheit zur Verherrlichung Gottes? Kann ein gesunder Mensch das bestätigen? Ich bin sicher, niemand von uns wird das tun.
Nur einer – Jesus – kann es behaupten.
Genau das tat er in einer Zeit, als die Juden eine Krankheit als Strafe Gottes interpretierten…
Ja, für viele war er doch ein „Verrückter“.
Sogar seine Verwandten glaubten das!
Aber Jesus führt den Beweis, dass er recht hat.
Das hören und erfahren wir heute im Evangelium.

Der Wunder wirkende Jesus ist uns nicht fremd. Eine Besonderheit konnten wir dabei immer feststellen; er wirkte seine Wunder ohne Zögern. Der Sabbat oder die Entfernung zwischen zwei Orten oder auch abstoßende Krankheiten waren für ihn kein Hindernis.
In vielen Lesungen haben wir von seiner Hilfsbereitschaft gehört…
und doch ist die heutige Erzählung etwas Besonderes.
Jesus bekommt eine kurze Mitteilung, dass sein Freund Lazarus krank ist. Natürlich will Jesus etwas Gutes tun und seinem Freund helfen.
Auch die Schwestern Lazarus’ – Marta und Maria – zählten zu seinen Freunden. Er war ein gern gesehener Gast bei ihnen.
Aber das Verhalten Jesus ist anders als in vielen anderen Fällen.
Statt zu dem Freund zu eilen bleibt er
„noch zwei Tage an dem Ort wo er sich befand“;
so die Worte des Evangelisten Johannes.
Wie konnte er das tun, jetzt wo sein Freund ihn brauchte?

Jesus hatte sicher seine Gründe. Für ihn klar, dass Gott Lazarus auferwecken wird. Aber er nimmt die Krankheit des Lazarus zum Anlass um die Macht Gottes zu offenbaren.

An dieser Stelle übersehen wir leicht ein wichtiges Detail.
Diese Heilung geschieht fast am Ende des Lebens von Jesus.
Jesus wusste, dies wird seine letzte Heilung sein.
Und um dieses Wunder zu wirken musste er sich nach Judäa begeben.
Dort, in Jerusalem warten nicht nur Begegnung mit den Freunden auf ihn, sondern auch die Pharisäer und Priester, die für ihn Fallen stellten.
Ja, der Zeitpunkt war für ihn ganz entscheidend.
Aber nicht sein eigenes Leben, sondern die Verherrlichung Gottes war für ihn das Ziel seines Lebens! Darum ließ er sich Zeit.

Meine Lieben – wir haben es gehört – als Jesus dort ankommt, war Lazarus bereits gestorben und begraben. Vier Tage waren vergangen.
Aber Jesus bestätigt noch einmal, dass Gott mächtiger ist als der Tod. Auch für ihn selbst ist es ein Zeichen. Auch er wird durch den Tod zur Auferstehung gelangen. Er wusste, so wie Gott den Lazarus vom Tod auferweckt, so wird er auch ihn selbst von den Fesseln des Todes befreien.

Ja, meine Lieben,
Jesus sagt uns, dass wir bei allen Prüfungen nicht allein gelassen sind.
Er ist uns nahe wie der Atem des Lebens.
Seine Liebe ist mächtiger als unser Vorstellungsvermögen.
Auf ihn wollen wir vertrauen.
Möge Gott unser Vertrauen stärken. Amen!

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