Pray and be humble
Immer wieder erscheinen Bücher auf dem Markt, in denen die Kirche kritisiert wird. Die Themen können verschieden sein,
aber die Sprache und der Stil, die dazu verwendet werden,
haben etwas gemeinsam.
Alles was diese Autoren denken, scheint gut und korrekt.
Und die anderen waren nicht so…
Sie rechtfertigen oder verharmlosen ihre eigenen Fehler und
vergrößern und übertreiben die Fehler von einzelnen Personen und
machen sie damit zu einem allgemeinen Problem, auch für die Kirche.
Damit verdienen sie zudem viel Geld. Das ist eine Sache…

Ja, sie benutzen ihre Bücher als Mittel, um von ihrem heldenhaften Leben zu erzählen… Sie prahlen und nennen das Autobiografie. Aber viele ihrer Berichte erkennen die Leser doch als unwahr, manchmal gar lächerlich. All das erinnert mich an den Satz aus dem Psychologie-Unterricht:
„Ich bin Okay, du bist nicht Okay“.

Jesus war ein großartiger Mensch.
Aber er prahlte nicht, obwohl er dazu genug Anlass gehabt hätte.
Schließlich wollten ihn sogar manche Menschen zum König machen.
Aber das war nicht sein Ziel.
Diese Art der Verherrlichung war nicht sein Weg.
Jesus gab seinem himmlischen Vater Lob und Anerkennung.

Es war nicht nur Jesus, der den Herrn und Gott durch schöne und herrliche Erfahrungen pries. In die Aufzählung gehören auch Namen wie Abraham, Moses, David, Salomon, Maria usw…
Der Psalm 113 ist ein Beispiel für einen solchen Lobpreis:
„Der Name des Herrn sei gepriesen…“ (Ps 113, 2)

Ja, echte und spirituelle Menschen bleiben bodenständig,
auch wenn sie wunderbares tun oder erleben.
Für unsere neuen ‚Bücher-Helden‘,
die ihre eigenen Taten hochschaukeln, überspitzen und prahlen,
ist Christus nicht der in unsere Zeit passende Mensch.
Denn das Wort ‚Selbstdarstellung‘ fehlte in seinem Wortschatz.
Jesus war ein Mensch der Demut.
Deshalb hören wir, dass er betet.
Wirklich!!!? Betet der Sohn Gottes zu seinem Vater?
Eigentlich müsste er nicht unbedingt beten. Trotzdem betet er…
Dadurch sagt uns Jesus:
Ohne Vater geht nichts in meinem Leben.
Für alles und jedes hat er seinen Blick zum Himmel erhoben.
Ohne diesen Blick auf den Vater gab es keine Brotvermehrung und keine Wunder der Auferweckung.

Ja, das Gebet war sein Mittel der Kommunikation.
Die tiefe Beziehung zum Vater war seine Kraft.

Meine Lieben,
unsere Worte und Taten dürfen nicht zur Prahlerei verführen.
Angeberei darf uns nicht zur Gewohnheit werden.
Denn der Mensch ist weder fehlerfrei, noch perfekt.
Bleiben wir demütig und bitten wir stets um die Gnade Gottes.

Fragen wir uns, wozu wir beten?
Welches sind unsere Einstellungen?
Welchen Wortschatz verwenden wir in unseren Gesprächen?

Bleiben wir bodenständig…
Versuchen wir zu denken: „Ich bin okay, (aber auch) du bist okay“.
Gott segne uns. Amen!

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