All Saints & All SoulsEinführung:
Gott ist heilig. Und alles, was mit Gott verbunden ist, ist heilig.
Sein Tempel war heilig; die Gegenstände für die Anbetung Gottes waren auch heilig. Ja, das war die Welt vor Jesus.
Aber Jesus lehrt etwas Neues:
Er lehrt, dass auch die normalen Menschen heilig sind.
Wenn wir heute das Fest der Heiligen feiern, feiern wir diese Lehre Jesu.
Menschen, die dem Ruf Jesu folgten,
brachten Hoffnung und Stärkung für viele Schwache ihrer Zeit.
Für diese Hoffnung, die er uns verheißen hat, wollen wir ihm danken.

Predigt:

Mahatma Gandhi war kein Christ. Christus war kein Gott für ihn.
Dennoch waren die Seligpreisungen für Gandhi etwas Besonderes.
Es wurde berichtet, dass Mahatma Gandhi die Bergpredigt in seinen letzten vierzig Lebensjahren täglich zweimal las.
Er betrachtete diese Texte als die wichtigste Grundlage für seine Gewaltlosigkeit.
Nicht nur für Gandhi, sondern für viele andere Menschen
sind diese Worte Jesu ganz wichtig für das Zusammenleben in unserer Welt.

Ja, diese Seligpreisungen und das Evangelium Christi haben viele Menschen geprägt. Menschen, die Christus und seine Worte als eine Wahrheit erlebten,
glaubten an ihn. Sie konnten die Sorgen und Prüfungen ihres Lebens
mit Christus bestehen.
Sie sind für uns Heilige…
Solche Menschen, ihren Mut und Glauben, feiern wir heute.

In der Bibel begegnen uns Menschen mit unterschiedlicher Heiligkeit.
Heiligkeit war im Alten Testament die Eigenschaft Gottes.
Trotzdem lesen wir dort, dass das Volk ein heiliges Volk war.
Dennoch waren es nur einige wenige Menschen,
wie Abraham, Mose oder manche Propheten,
die an dieser Heiligkeit teilhaben konnten…
Im Neuen Testament wird der Begriff der Heiligkeit ausgeweitet.
Die Ankunft Jesus schreibt neue Geschichte:
Mit Maria, einer jungen Frau, beginnt es.
Danach macht Jesus diese „Heiligkeit“ für alle zugänglich…
Er ruft wiederum einfache Menschen, teilt seine Heiligkeit mit ihnen…
Jesus lehrt uns, dass heilig zu sein für alle möglich ist.
In seiner Bergpredigt spricht er über solche Heiligen…

Sie waren keine Helden, sondern normale Menschen.
Sie waren arme, trauernde, Gerechtigkeit suchende, reine,…
ja, sie waren Heilige des Alltags…

Jesus öffnet das Reich Gottes für alle.
Dabei lehrt er uns: Leiden allein macht aus uns keine Heiligen.
Wenn wir für die Sache Gottes, für unsere Mitmenschen,
für eine bessere, gerechtere Welt leiden,
dann macht dies aus uns ‚Heilige Menschen‘.

Das Wort Christi schenkte Mut und Kraft für Menschen wie Gandhi und
für die vielen Menschen, die im Lauf der Geschichte offiziell „Heilig“ oder „Seliggesprochen“ worden sind
oder für die, welche nicht offiziell heilig sind.
Möge der gleiche Geist auch uns begeistern und unser Leben und unsere Lebensbereiche selig machen.
Gott segne uns. Amen!
–Thoma Kalathil

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