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Einführung:
Selig … selig … selig… Dieses Wort hören wir heute neun Mal.
Ja, die Seligpreisungen Christi sind auch für uns ein Trost…
Am heutigen Fest gedenken wir den vielen Heiligen, die diesen Trost Gottes erfahren haben.
Denn sie sind ihm mit großer Liebe und Hingabe gefolgt…
Können auch wir bei Gott diesen Trost finden?…
Fühlen wir uns selig?
Bitten wir um die Kraft Gottes ihn auch im Alltag zu suchen.

Predigt:
Mein Heimatort liegt nicht weit entfernt vom Meer.
Die naheliegende Stadt war eine Hafenstadt und am Strand steht noch ein Leuchtturm; obwohl die Seebrücke inzwischen zerfallen und der Hafen irgendwann untergegangen ist. Ja, der Turm allein ist übriggeblieben…
Wenn wir Kinder damals in der Stadt kamen,
haben wir diesen Turm mit großer Freude angeschaut.
Denn in manchen dunklen Nächten konnten wir seine Strahlen sogar von zuhause beobachten…
Das war damals eine Faszination…
Später wusste ich, dass der Turm für die Schiffe und Fischer auf dem See ein wichtiges Zeichen und eine große Hilfe war…

Wir feiern heute das Fest Allerheiligen.
Sehr viele Heiligen werden in der Katholischen Kirche verehrt.
An manchen Tagen gedenken wir mehreren uns bekannten Heiligen…
An manchen Tagen auch weniger bekannten…
Wenn ich heute an Heilige denke, habe ich auch das Bild eines Leuchtturms vor Augen.
Sie alle waren Menschen, die durch ihr Leben und Wirken von
Christus Zeugnis gaben…

Es ist eine lange Namensliste, über Jahrhunderte entstanden und es kommen immer wieder neue Namen hinzu.
So zum Beispiel hat die Kirche vor einigen Tagen weitere Christen in den Stand der Heiligkeit erhoben: Papst Paul VI., Oscar Romero, Francesco Spinelli, Vincenzo Romano, Nuncio Sulprizio, Nazaria Ignazia di Santa Teresa di Gesù March Mesa und auch eine Frau die aus Rheinland-Pfalz stammte – Maria Katharina Kasper aus Dernbach.
Diese neuen Heiligen lehren uns, dass das Heiligsein nicht unmodern geworden ist…
Sondern es waren Menschen, die ihr Leben unter einem anderen Aspekt sahen…
Sie haben in ihrer Berufung die Stimme Gottes gehört und sind ihm gefolgt.
Sie lebten im Vertrauen auf Gott.
Gott war ihre Kraft, wenn sie selbst kraftlos waren…
Ja, meine Lieben, die Heiligen lehren uns,
dass wir zu jeder Zeit auf Gott unser Vertrauen setzen dürfen.

Gottvertrauen ist ein Licht, wie das Licht eines Leuchtturmes.
Ein Leuchtturm weist den Schiffern den Weg auf dem Meer,
die sonst weit und breit keine Hilfe bekommen, keine Orientierung haben und das Festland suchen.
In diesem Sinn weisen auch uns die Heiligen den Weg:
Christus ist euer Festland, er gibt euch Halt, bei ihm könnt ihr Rettung finden…

Er ist unser Weg und gibt uns Kraft.
Er ist mit uns auch in der Einsamkeit, in Krankheit, in Armut und in allen schwierigen Zeiten.
All’ dies haben auch die Heiligen durchlebt und dabei stets an Gott geglaubt.
Diesen Glauben und das große Vertrauen geben sie an uns weiter.
Ja, wie ein Leuchtturm geben sie uns Licht.
Ja, die Heiligen helfen uns unseren Glauben zu stärken.
In diesem Glauben wollen wir verankert sein.
Gott segne uns und seine Heiligen mögen unsere Fürsprecher und Leuchtturm sein. Amen!

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