Ash wednesdayEinführung:
Heute beginnt die Fastenzeit. Für uns Christen bedeutet sie eine sehr intensive Zeit. Es geht nicht nur um den Verzicht auf Dinge und Gewohnheiten, sondern es ist auch eine Zeit um über uns selbst nach zu denken.
Über unseren Glauben, unsere Beziehungen zu Gott und den Menschen usw.
Ein weiteres wichtiges Element in dieser Fastenzeit ist das Bereuen unserer Fehler. Und wir brauchen einen starken Willen, um diese Fehler zu korrigieren. Darum wollen wir in diesem Gottesdienst bitten.

Kurze Predigt:

Ihr alle habt euch für diesen Gottesdienst gerichtet. Nach der Arbeit frisch gemacht, umgezogen usw.
Aber etwas wird sich jetzt an Eurem Aussehen ändern.
Denn nach dieser Predigt wird euch ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet. Das sieht nicht sehr gut aus.
Ja, manchmal kann man nicht einmal erkennen,
ob es wirklich ein Kreuz ist.
Aber ihr wisst es und glaubt an dieses Zeichen und nehmt es an,
auch wenn ihr dadurch etwas „beschmutzt“ werdet.

Die Asche selbst birgt kein Heil in sich.
Sie kann auch uns nicht von unseren Sünden befreien.
Warum folgen wir dann diesem Ritual, auch in dieser modernen Zeit?

Wir wissen, dass es nur ein Zeichen ist.
Es erinnert uns an unsere Fehler und dass wir trotz unserer verschiedenen Fähigkeiten und Begabungen, einfache Menschen
und nicht perfekt sind.
Hier gibt es keine Ausnahme, gleich ob dieser Mensch Papst, Bischof oder Priester ist.
Es erinnert uns, dass vieles durch unser Verschulden im Leben falsch läuft.

Und es ist wichtig, dass wir eine Zeit haben darüber nachzudenken.
Gerade die Fastenzeit gibt uns diese Gelegenheit unser Verhalten zu reflektieren.
Jetzt haben wir die Zeit unsere Wege zu überprüfen,
ob sie in die richtige Richtung gehen.

Im Korintherbrief hören wir:
„Lasst uns mit Gott versöhnen“.
Ja, meine Lieben, jetzt ist die Gelegenheit uns mit Gott und unseren Mitmenschen zu versöhnen.

Versöhnung brauchen wir in der Familie…
mit den Menschen mit denen wir zu tun haben.
Versöhnung ist notwendig in vielen Bereichen…
Auch die Kirche muss sich mit ihren Gläubigen versöhnen,
um Vergebung bitten, für das Fehlverhalten einiger Menschen.

Meine Aussage am Anfang muss ich korrigieren.
Das Kreuz, das wir auf die Stirn zeichnen ist kein „beschmutzen“.
Das Kreuz ist das Zeichnen der Hoffnung.
Es motiviert uns in dieser Fastenzeit Demut zu praktizieren,
die zwischenmenschliche Distanz zu reduzieren,
die Feindschaft zu vergessen,
bereit zu werden zur Wahrheit und zur Ehrlichkeit.

Gott segnet uns in dieser Fastenzeit in diesem Zeichen und
heilt unsere Verletzungen. Amen

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