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Advent – A

4. Adventssonntag im JK A – Jes 7, 10-14_ Mt 1, 18-24

A sign to allEinführung:
Im Römerbrief – das ist die zweite Lesung des Sonntags – hören wir eine Kurzfassung von dem Glaubensbekenntnis nach Paulus.
Das Geheimnis des christlichen Glaubens – die Menschwerdung und Auferstehung Christi – sind hier die zentrale Aussage.
Aber die wichtigste Aussage ist, dass Gott mit uns ist.
Er ist unser Schutz. Er ist allmächtig. Denn er ist der lebendige, auferstandene Gott. Dieser Gott ist unser bester Begleiter.
Gibt es eine andere Botschaft die uns mehr ermutigen könnte?
Für diesen Glauben und für sein „mit uns sein“ danken wir ihm:

Predigt:
Zeichen sind uns wichtig. Bilder und Symbole vermitteln und erklären vieles in unserem Leben. Ein Leben ohne Zeichen und Symbole ist unvorstellbar. Nehmen wir zum Beispiel den Straßenverkehr.
Oft klagen wir über den Schilderwald auf den Straßen.
Aber wie wäre unser Verkehr ohne diese Zeichen?

Zeichen sind aber nicht nur praktische Hinweise.
Sie vermitteln auch bestimmte Gefühle.
Zum Beispiel: Wenn man nach einer langen Reise wieder nach Hause kommt und das Ortsschild seiner Heimat sieht, das macht uns meistens glücklich … manchmal können Zeichen auch traurig machen …
Zeichen und Symbole begleiten uns ein Leben lang.

Das Wort Gottes ist in der Bibel aufgezeichnet. Die Heilige Schrift
ist eine Sammlung der Zeichen und Symbole, die Gott selbst uns geschenkt hat. Wir erkennen in seinen Worten die Liebe die uns führen und leiten soll.

Auch am heutigen Sonntag hören wir von solchen Zeichen Gottes.
Hier kommt er nicht als strafender Gott, nein, sein Zeichen weckt Hoffnung und Freude bei den Gläubigen, denn er verspricht uns seinen Sohn.
Auch Jesus bringt keine Zerstörung. Er zeigt keine Rache.
Im Gegenteil, er offenbart sich durch Liebe, Leben und Frieden.
Gott will uns Menschen helfend zur Seite stehen.
Er will diese Botschaft verständlich und durch Bilder vermitteln,
damit sie das Leben der Menschen erleichtert und prägt.

Zeichen allein können uns nicht helfen.
Auch unsere aktive Beteiligung ist hier gefragt.
Maria und Josef sind dafür gute Beispiele.
Beide konnten die Botschaft Gottes zuerst nicht begreifen.
Aber sie glauben fest, dass Gott damit etwas vorher bestimmt hat.
Sie setzen ihre Hoffnung auf Gott und auf sein Versprechen.
Sie wissen, Gott verlangt von ihnen außerordentliche Dinge.
Aber sie waren auch sicher, dass er ihnen die nötige Kraft dazu schenkt. So sagten beide JA.
Das Wort Gottes, sein Zeichen konnte erst durch diese Bereitschaft lebendig werden.

Der König Ahas, so hörten wir in der ersten Lesung,
war nicht mutig genug um ein Zeichen zu verlangen.
Sein Glaube war eben nicht so stark wie der von Josef und Maria.
Aber auch ihm wird das Zeichen von Gott zuteil…
Denn Gott hat seinen Plan. Er will „mit uns sein“.
Und um diesen Plan zu verwirklichen setzt er alles ein.

Meine Lieben,
Erkennen wir die Zeichen Gottes im Alltag?
Denken wir, dass Gott zu viel von uns verlangt? Und glauben wir, dass wir die dazu notwendige Kraft mit der Sendung empfangen haben?
Was für ein Gefühl haben wir, wenn wir vor ihm stehen?
Unmut und Zweifel … ?
Oder bringt uns der Glaube große Freude und Hoffnung?
Möge Gott unser Begleiter sein. Amen!

— Thomas Kalathil

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3. Adventssonntag im JK A – Jes 35, 1-6a.10_Mt 11, 2-11

GaudeteEinführung:
Gaudete:
So heißt der dritte Sonntag im Advent. Das bedeutet: freut euch.
Worüber freuen wir uns? Über Menschen, Geschenke, die Feier, …
Ist Christus Mittelpunkt unserer Freude? Ist er unsere Sehnsucht?
Beginnt meine Freude und Feier in und mit ihm oder schiebe ich ihn auf die Seite? Können wir uns wirklich freuen und den anderen bleibende Freude schenken? Bitten wir um Gottes Erbarmen:

Predigt:
Es ist immer ein Problem, für Weihnachten Geschenke zu besorgen.
Da kommen viele Fragen: ob es passt? Wird das gut ankommen?
Hat er dieses bereits? …
Manche Menschen wissen es nicht, wie viel Geld sie für die Geschenke brauchen.

In den Geschäften gibt es einfache, aber auch sehr teure Geschenke.
Aber was ist das wichtigste Geschenk,
das wir einander schenken können?
Ich würde sagen: Das ist ein ermutigendes, freundliches Wort.
Das wirkt viel mehr als so manches Geschenk.

Ein positives, ermunterndes Wort, ein Schulterklopfen kann vielen Menschen in unserer Zeit helfen. Auf der anderen Seite können solche Gesten aber auch anders interpretiert werden.

Gott aber verkündet diese frohe Botschaft.
Er geht diesen wenig populären Weg als Helfer.
Das haben wir aus der ersten Lesung mitbekommen.
„Habt Mut…“ so spricht Gott durch seinen Propheten.

Auch Jesus tut das. Er sagt, sei nicht misstrauisch.
Siehe, erkenne, was du unternehmen kannst.
Zeige den Menschen die Kraft, die du von Gott empfangen hast.
Sei mutig und sei Bote der Freude.

Das Evangelium sagt, dass es Menschen gab, die anders waren.
Sie haben Johannes den Täufer gesehen und gehört.
Aber sie waren nicht mutig genug, ihm zu folgen.
Im Gegenteil: Sie haben Gründe gesucht, um ihn zu kritisieren.

Die Wissenschaft sagt, wir benutzen nur einen winzigen Teil unserer Fähigkeiten. Das gilt aber auch im Glauben und in der Menschenliebe.
Christus fragt uns heute:
An wen glauben wir?
An ihn, der uns zum Leben ermutigt?
Oder gehören wir zu den Kritikern, die alles schwarzsehen?

Kann ich anderen sagen: „Du hast es gut gemacht“…
Oder kann ich den Zweifelnden ermutigen und sagen:
„Du kannst es schaffen“…?
Um solche guten Worte zu sprechen brauchen wir nicht viel Geld, aber es braucht viel Kraft und Glauben.
Der Advent soll uns zu solchen mutigen Menschen machen.
Denn in dieser Zeit warten wir auf den, der zu uns ja sagte.
Er sagt uns, dass wir auch ja sagen sollen.
Wir sollen Menschen nicht beängstigen, sondern ihnen helfen.
Wir brauchen Menschen, die einander beschenken und zum Leben ermutigen.
Machen wir einander solch ‚gute Geschenke‘ in Wort und Leben und
vor allem im Glauben.
Möge diese Zeit uns selbst zum Geschenk verwandeln. Amen!

— Thomas Kalathil

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2. Adventssonntag im JK A – Jes 11, 1-10; Röm 15, 4-9; Mt 3, 1-12

become smaller, bright shiner
Einführung:
Die erste Woche im Advent war schnell vorbei.
Schon brennt die zweite Kerze. Eine Kerze ist kleiner geworden,
aber auch sie schenkt uns noch Licht, Freude und Wärme.
Klein werden, dennoch Freude schenken, Licht und Leben verbreiten,
Zeugen der Hoffnung sein… ja darum geht heute …
Das ist überhaupt unsere Berufung.
Für diese wunderbare Berufung wollen wir Gott danke sagen:

Predigt:
Im übertragenen Sinn klein zu sein, ist nicht gerade attraktiv für die meisten Menschen. Aber wir erleben es immer wieder in vielen Bereichen unseres Lebens. Wer zum Beispiel Sport treibt oder Sportnachrichten verfolgt,
kann dies ganz sicher bestätigen. Denn jeder versucht der Erste zu sein
oder mindestens seinen Platz zu verbessern. Manchmal versucht er sogar den Sieg seines Gegners zu verhindern oder ihn gar auszubremsen.
Klein sein oder in der Rangordnung ‚nur’ Zweiter oder Dritter sein,
wer möchte das schon.

Aber jeder Anfang beginnt im Kleinen: das ist eine Tatsache.
Wenn wir eine Sprache lernen, dann beginnen wir mit dem Alphabet.
Wenn wir ein Haus bauen, dann planen wir jede Kleinigkeit, eine nach der anderen. Auch da brauchen wir viele kleine Bausteine …

Auch für Gott gilt diese Logik.
Die heutige erste Lesung berichtet von einem unscheinbaren, kleinen Anfang.
Es geht um einen jungen Trieb.
Diese Lesung ist ein Bericht über den kommenden Messias.
Gott zeichnet seine Ankunft mit den denkbar einfachsten Worten.

Was klein beginnt, wird wachsen.
Gott haucht uns den Geist des Lebens ein.
Klein und unauffällig ist seine äußere Gestalt.
Aber groß und gerecht ist er in seinem Tun.
Mit diesem Gott erleben die Menschen eine neue Gerechtigkeit.
Eine neue Würde wird dem Volk verliehen.

Wachstum in seinem Geist und in der Gerechtigkeit ist das herausragende Zeichen Gottes und stellt für uns einen Wegweiser dar.
Unter diesen Zeichen sollen wir im Glauben wachsen.
Der Weg und die Reifezeit sind lang.
Wir brauchen Geduld um das Ziel zu erreichen:
So lehrt uns der Apostel Paulus im Römerbrief.

Haben wir dieses Wachstum und diese Reife im Glauben erreicht,
so können wir wie Johannes der Täufer den lebendigen Gott bezeugen.
Auch Johannes war unscheinbar.
Er genoss damals wenig Ansehen in Israel, weil er ein ‚wildes Leben führte und ein ebensolches Aussehen hatte‘.
Aber sein Aussehen war für Gott nicht ausschlaggebend,
sondern sein Lebenszeugnis.
Johannes wusste, dass er die Stimme Gottes war.
Ihm blieb er treu bis zu seinem Ende.

Meine Lieben,
Advent ist eine Zeit um den Sinn unseres Lebens und des
Glaubens zu erkennen – ja wieder zu erkennen.
Möglicherweise sind wir klein.
Vielleicht haben wir wenig gesellschaftliches Ansehen.
Aber Gott hat uns alle berufen.
Er träumt einen Traum mit uns – dass wir alle in der Liebe und Gerechtigkeit wachsen. Das ist ein weiter Weg der Geduld.
Aber Gott hat uns auch den Verstand und die Kraft geschenkt,
damit wir manche Dinge in unserem Leben nach seinem Willen ausrichten.
Johannes, Jesus, Apostel Paulus und viele andere zeigen, dass dies möglich ist.
Es geht um das Wesentliche, nicht um das Äußerliche.
Sind wir so mutig wie diese Zeitgenossen Jesu?.
Können wir auch kleinen Dingen Vertrauen und Zuversicht schenken?
Dann wird diese vorweihnachtliche Zeit für uns und unseren Glauben wertvoll sein.
Gott segne uns mit seiner Kraft. Amen!
— Thomas Kalathil

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