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Lent – A

2. Sonntag der Fastenzeit A– Gen 12, 1-4a_ 2 Tim 1, 8b-10_Mt 17, 1-9

word is truthEinführung:
Am vergangenen Sonntag hörten wir von Adam und Eva, die dem von Gott gegebenen Versprechen keinen Glauben schenkten.
Heute hören wir von Abraham, der den Aussagen Gottes vertraute und darauf hin seine Reise antritt.
Sie ist nicht nur eine Suche nach einem Land, sondern auch eine Suche nach einem neuen Himmel und einer neuen Erde.
Wir sind ebenfalls auf einer Reise, unserer Lebensreise. Mit Jesus suchen wir das Reich Gottes, in dem Gerechtigkeit und Leben herrscht. Preisen wir ihn, der uns auf dieser Reise stärkt und begleitet.

Predigt:
Wir haben in der letzten Zeit viele Bilder von Menschen gesehen,
die aus verschiedenen Gründen ihre Heimat verlassen mussten.
Zahlreiche sind in einem fremden Land angekommen.
Aber eine große Anzahl ist auch unterwegs – im Wasser, auf den Straßen und an den Grenzen – ums Leben gekommen.
Auch Kinder und ältere Menschen waren unter ihnen.
Sie wussten von Anfang an, dass die Reise risikoreich werden würde,
dennoch machten sie sich auf den Weg,
denn sie träumten von einem besseren Leben in einem sicheren Land.
Diese Menschen hatten in ihrem Leben die unterschiedlichsten Hoffnungen und Träume. Die Welt hat sie alle in einem Begriff – Flüchtlinge – zusammen- gefasst.
Zu Hause erlebten sie Krieg, Armut und unsägliches Leid.
Deshalb entschieden sie sich ihre Heimat zu verlassen.
Aber es gibt ein weiteres Phänomen, die kriminelle Schlepperbanden, die die Menschen zum Aufbruch motivierten.
Sie warben mit dem Versprechen, dass im Ausland alles besser sein wird und dafür verlangten sie viel Geld von ihnen. Ja, falsche Versprechen führten eine große Menge der Menschen nach Europa.
Viele Menschen haben den Lügen geglaubt und erhofften sich ein besseres Leben. Ja, sie wollten ein Leben in Sicherheit.
Die Schleuser haben sich diese Hoffnung zu Nutze gemacht.

In kritischen Situationen klammern sich die Menschen oftmals an jeden Strohhalm. Denn Vertrauen ist ein wichtiges Element in einer Gesellschaft. Viele ehrliche Menschen nehmen diese Versprechungen für bare Münze. Aber es gibt auch falsche Versprechen.
Menschen, die einfach blindes Vertrauen schenken,
werden dann Opfer solcher Kriminellen…

Auch die Bibel berichtet von vielen Menschen, die auf Worte vertrauten. Schauen wir auf Abraham, auch er ist unterwegs:
Aber hier gibt es ein göttliche Zusage die Abraham ernst nimmt.
Auch er hofft auf ein besseres Land. Eine bessere Zukunft ist sein Ziel.
Vor allem schenkt er Gott sein Vertrauen.

Die Bibel ist so gesehen, eine Reise.
Nicht nur Abraham, sondern auch Mose und die Menschen, die im Exil lebten, zeigen es uns. Auch sie wollten einem Leben in Sklaverei entfliehen um in Freiheit zu leben.

Selbst Jesus war unterwegs… Auf seiner Reise berief er die Jünger.
Und diesen Jüngern gab er nach seiner Auferstehung den Auftrag sich ihrerseits auf den Weg zu machen, unterwegs zu sein.
Bewegung ist ein Zeichen des Lebens.
Unterwegs sein im Vertrauen auf Gott ist das wahre Leben.

Wir haben es nicht einfach in unserer heutigen Welt.
Vielen Worten und Versprechungen kann man keinen Glauben schenken.
Nur Gott ist anders. Er hält sein Wort.
Er spricht nur die Wahrheit. Er selbst ist die Wahrheit.

Versuchen wir in dieser Fastenzeit ehrlich zu sein.
Versuchen wir unsere Versprechen zu halten.
Versuchen wir vor allem an Gottes Wort zu glauben.
Bewegen wir uns in seinem Wort, dann werden wir das richtige Ziel erreichen. Gott segne uns. Amen!

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4. Sonntag der Fastenzeit – 1 Sam 16, 1b. 6-7.10-13b_Joh 9, 1-41

Eyes of JesusEinführung:
In der Fastenzeit hören wir oft die Botschaft:
„Zerreißt die Herzen!“
Das heißt, dass wir unsere Art zu Denken radikal ändern müssen.
Ja, Fastenzeit ist die Zeit unsere Gewohnheiten zu überprüfen und zu verbessern. Auch sollen wir unsere Mitmenschen nicht mit kritischen Augen betrachten, sondern sie mit barmherzigen Augen anschauen.
Christus verdeutlicht uns das im heutigen Evangelium.
Mit seiner Hilfe wollen wir unsere Herzen zerreißen.

Predigt:
Es war vor einigen Jahren als ich zufällig ein kurzes Video sah:
Ein junger Mann geht auf einer belebten Straße. Er war schlecht gekleidet, ja fast wie ein Bettler. Plötzlich bricht er zusammen und fällt auf die Straße. Viele sehen ihn und gehen vorbei ohne ihm zu helfen.
Im zweiten Teil zeigte das Video denselben Mann an der gleichen Stelle der Straße.
Dieses Mal aber ist er elegant gekleidet.
Wieder bricht er zusammen.
Viele die das mitbekommen, rennen zu ihm und bieten ihm ihre Hilfe an …
Kurz danach sehen wir einen Titel: Kleider machen Leute!

Ja, dieser Fernsehspot war als Werbegag gedacht,
aber sagt er nicht einiges aus über unsere Welt? Über unser Verhalten?
Aussehen ist ein wichtiger Faktor.
Wie oft beurteilen wir Menschen nach ihrem Aussehen!
Kopftuch, Schleier, Burkinis … :
ja, die Kleiderordnung spielt sogar in der Politik eine wichtige Rolle.

Um „Aussehen“ geht es auch in den Lesungen des heutigen Sonntags:
Aber zum Glück enden sie nicht wie in unserem Werbespot!
In der Lesung aus dem Buch Samuel hörten wir:
Gott gibt Samuel den Auftrag einen neuen König für Israel zu weihen.
Samuel bekommt dazu klare Anweisungen Gottes.
Er darf seine Wahl nicht nach dem Aussehen oder aufgrund einer stattlichen Gestalt treffen …
Vielmehr soll er auf das Innerste des Menschen, auf sein Herz schauen.

Samuel ist ein treuer und gehorsamer Prophet und so salbt er David,
den jüngsten Sohn Isais zum König.
Ja, Gott erwählte einen Hirten zum König!

Aussehen spielt bei Gott keine Rolle …
Ja, auch das hören wir im heutigen Evangelium.
Jesus ist unterwegs. Auf dem Weg sieht er einen blinden Bettler und erkennt seine Not. Aber wie reagieren die Jünger?
Sie suchen nach Gründen und fragen:
„Wer hat gesündigt. Er oder seine Eltern?“

Bestimmt hatte Jesus Mitleid mit seinen Jünger und dachte:
Nicht nur dieser Blinde braucht Heilung,
sondern ebenso die, die diesen Menschen mit ihren „Röntgenaugen“ verurteilen, ja, diese herzlosen Menschen bedürfen ebenso der Heilung!
Warum? … Weil sie nach Äußerlichkeiten urteilten …
Dabei vergaßen sie oft die eigene, oftmals dunkle Vergangenheit!

Wie gesagt, auch wir sind nicht viel besser.
Auch wir beurteilen Menschen oft nach dem Aussehen, dem Glauben,
der Sprache, Rasse und Hautfarbe.
Sicherlich nicht alle, aber doch bemerkenswert viele!
Dabei vergessen wir und verkennen wir den Menschen. Oft lassen wir uns täuschen durch ein Auftreten in elegantem Outfit und großartigem Gehabe,
beispielsweise von bekannten Steuersündern, internationalen Kriminellen, (Mafiosi) und vielen der Diktatoren …
Die Weltgeschichte ist reich an Beispielen!

Christus aber lehrt uns eine andere Methode.
Sein Blick sieht alles, er sieht in die Tiefe der Seele und erkennt die innere Not der Menschen und achtet dabei nicht auf Äußerlichkeiten.
Er will den Menschen helfen und sie nicht verurteilen.

Meine Lieben, Jesus erwartet genau das von uns in dieser Fastenzeit.
Ändern wir unsere kritische Art. Hören wir auf andere zu verurteilen.
Dann werden auch wir dazu beitragen eine bessere Welt zu schaffen.
Gott segne uns und schenke uns eine neue Sicht durch
grenzenlose Barmherzigkeit unserer Herzen. Amen!

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3. Sonntag der Fastenzeit – Ex 17, 3-7_Joh 4, 5-42

fight for GoodEinführung:
Im Evangelium hören wir die Geschichte der samaritischen Frau.
Sie ging zum Brunnen um Wasser zu schöpfen…
und lernt hierbei Jesus kennen.
Das Gespräch und der Austausch mit ihm stillt den Durst ihrer Seele.
Sie wird seine Apostelin.
Erkennen wir den Sohn Gottes, der auch uns mit Geduld erwartet?
Erkennen wir seine tröstende und stärkende Stimme?
Stillt er unseren Hunger und Durst?

Predigt:
Menschen, die nicht streiten finden wir selten. Streit hat verschiedene Gesichter: Zwischen Familienmitglieder, zwischen Nachbarn, zwischen Freunden, zwischen Gemeinden, zwischen Länder und Politiker,
auch zwischen Gläubigen…
Es gibt ernsthafte, aber auch ganz einfache Gründe für einen Streit.

In der letzten Woche habe ich gelernt, dass Kriege viel für die Entwicklung der Menschheit – vor allem auf dem Gebiet der Technologie – beigetragen haben. Ja, die vielen Kommunikations- und Fortbewegungsmittel,
die wir täglich benutzen, wurden wegen der Kriege und für die Kriege entwickelt. Dazu gehören auch viele Straßen, Fahrzeuge und Flugzeuge, ebenso das Internet.

Krieg und Streit sind uns auch aus der Heiligen Schrift bekannt.
Der Name Israel steht für die Streitgeschichte schlechthin.
Jakob hat mit Gott gestritten und danach bekam er den Namen Israel,
das heißt Gottesstreiter (Gen 32, 28).

Auch in der heutigen ersten Lesung hören wir von einem Streit.
Die Menschen waren unzufrieden mit der Führung durch Mose. Sie erheben ihre Stimme gegen Gott. So bekommt der Ort auch seinen Namen:
Massa und Meriba – Probe und Streit.
Jakob hat für etwas Gutes gekämpft. Dadurch hat er den Segen Gottes empfangen. Aber die Menschen in der Wüste haben die Wundertaten Gottes vergessen, weil sie einfach durstig waren.
Sie haben Gott vergessen. Sie haben seine Macht vergessen.
Diese Auflehnung der Israeliter gegen Mose und auch gegen Gott sind ein Sinnbild. Sie steht für die Menschen, die in ihrem Leben das Gute und Schöne vergessen und nur über die schlechte Dinge nachsinnen, klagen und murren. Solche Pessimisten machen sich selbst das Leben schwer.
Nicht nur das, sie machen auch andere Menschen unzufrieden.
So entsteht Spaltung in der Gesellschaft.

Im Psalm 77 lesen wir:
„Ich rufe zu Gott, ich schreie, ich rufe zu Gott, bis er mich hört.“
Hier sehen wir einen Menschen, der in großer Not klagt.
Aber dennoch vergisst er nicht, dass Gott einst der Retter des Volkes war. (v6). Er singt weiter: „Ich denke an die Taten des Herrn, ich will denken an deine früheren Wunder“ (v 12).

Diese Rückbesinnung auf Gott fehlt vielen Menschen.
Ein Grund für die Unzufriedenheit unserer Tage.
Wir haben dafür genug Beispiele in der Politik, in der Religion und vielleicht auch in unseren eigenen Gemeinden. Menschen die zwischen sich Mauern bauen; Menschen, die für den Machterhalt bereit sind alles zu manipulieren;
Menschen die, angeblich für Gott, andere Gläubige vernichten, … ja, auch in der zivilisierte Welt können wir solche unzufriedene Menschen finden.
Menschen werden unmenschlich handeln, wenn diese ihre Vergangenheit vergessen. Das ist traurig!

In dieser Woche haben wir Bilder aus manchen afrikanischen Ländern gesehen. Millionen Menschen stehen vor einer humanitären Katastrophe,
weil sie nichts mehr essen und trinken haben.
Auch die Tiere sterben in der Wüste, weil das Wasser fehlt.
Was bewirken diese Bilder in uns?
Erheben wir unsere Stimme für die Menschen, die keine Stimme haben?
Kämpfen wir für die durstigen und hungrigen Menschen?
Streiten wir für die Menschen, die allein gelassen worden sind?
Streiten wir für die Gerechtigkeit und für den Frieden?
Oder streiten wir nur für unsere Vorteile?
Oder vergessen wir alles, wie das Volk in der Wüste?
Wir wollen für die anderen kämpfen.
Dann wird auch Gott mit uns kämpfen.
Gott möge uns zu seinen Streitern machen. Amen!

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