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Ordinary Time – A

2. Februar – Darstellung des Herrn

Presentation of our lordEinführung:
Licht spielt eine große Rolle in unserem Leben.
Wir schlafen gerne, aber jeder Mensch ist froh, wenn die Sonne wieder scheint. Denn das Tageslicht macht uns aktiv.
Licht kann aber auch schädlich sein: das merken wir im Hochsommer, wenn die Sonne richtig auf der Haut brennt.
Heute, am Fest der Darstellung des Herrn begrüßen Menschen Christus als das Licht, das den Menschen Freude und Leben verheißt.
Damals führte er Menschen – Alt und Jung – zusammen.
Diesen Gott der Gemeinschaft begrüßen wir im Kyrie:

Predigt:
„Ältere Menschen sehen schlecht, hören schlecht. So taugen sie nichts“. In der Debatte im Bereich der Verkehrspolitik oder des Gesundheitswesens halten manche Menschen diese Meinung für richtig. Und der erste Teil der Aussage stimmt ja auch manchmal. Denn wenn man älter wird, dann läuft alles nicht so glatt, wie in der Jugendzeit. Dann brauchen wir mehr Zeit, mehr Kraft und Anstrengungen.
Aber das heißt nicht, dass ältere Menschen schlecht sind.
Denn auf der anderen Seite haben sie mehr Erfahrungen.
Älter werden heißt nicht nur, dass man viele Jahre gelebt hat.
Es heißt außerdem, dass man mit der Zeit immer reifer wird.
Reife Menschen sehen Dinge mit gewisser Gelassenheit und Ruhe.
Sie werden im Leben nicht aufgeben. Denn sie wissen, dass man doch für viele Probleme mit Zeit und Ruhe eine Lösung finden kann.

Simeon und Hanna – die einzige Frau, die das Neue Testament als Prophetin bezeichnet – sind solche Menschen. Beide waren ältere Menschen. Aber sie haben ein Ziel im Leben verfolgt. Und zu diesem Ziel kamen sie, als sie das Jesuskind mit seinen Eltern sahen.

Sehen ist nur das eine. Aber erkennen, wer dieses Kind ist, ist das Wichtigste. Es waren bestimmt viele Priester und Tempeldiener damals in Jerusalem. Aber die Bibel berichtet von diesen zwei Personen – Simeon und Hanna. Nur sie sehen und erkennen den Messias in Jesus… Nur sie begreifen aus der Menge, dass diese Familie eine besondere Aufgabe hat. Kann man jetzt sagen, dass ältere Menschen nicht gut sehen und nicht richtig reagieren?

Eine allgemeine Aussage zu machen ist echt schwierig.
Aber Simeon und Hanna beweisen das Gegenteil…

Wie wir im Hebräerbrief gehört haben, kam Christus auf die gleiche Weise wie wir Menschen auf die Erde. Daher war es nicht einfach für die Menschen, ihn als Christus zu erkennen.
Simeon und Hanna aber hatten die Offenbarung Gottes.
Sie waren alt, hatten aber den tiefen Blick,
weil sie vom Geist Gottes geführt waren.
Sie sahen nicht nur mit ihren Augen, sondern auch mit ihren Herzen.
Sie sahen nicht nur mit ihrem Wissen, sondern mit ihrem Verstand.
Nicht die Rituale, sondern der Glaube war ihr Licht.

Sie waren ehrliche Menschen. Deshalb sprachen sie auch die Wahrheit. Deshalb spricht Simeon aus, dass Christus als der Messias seinen Leidensweg vor sich hat. Er mahnt Maria, den Weg ihres Sohnes mitzugehen.

Hier sitzen junge und ältere Menschen.
Woran erkennen wir, dass wir erwachsene Menschen sind?
Nicht die grauen Haare, sondern unsere lichtreichen Taten sollen das beweisen. Unser reifes Handeln soll dafür ein Zeichen sein.

Macht Freude und Wahrheit unser Leben heller?
Dann werden wir Gott sowohl in kleinen Menschen und als auch in alltäglichen Ereignissen erkennen. Gott segne uns, in der Weisheit Gottes zu wachsen und zu reifen. Amen!

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4. Sonntag im JK A – Mt 5, 1-12a

you are holyEinführung:
Demut ist das Thema, das wir heute in den Lesungen wiederholt hören.
Es sind Situationen in denen sich Menschen oft ohnmächtig, ja hilflos vorkommen.
Demut aber wandelt sich in Mut, wenn Gott mit uns ist.
Mut zum Leben, Mut zur Liebe, Mut zur Hoffnung,
Mut zum Frieden…
Versuchen wir in Gott mutige Menschen, aber zugleich
demütige Menschen zu sein.
Bitten wir um das Erbarmen Gottes:

Predigt:
Wer arm oder traurig ist, wer schwach oder hungrig ist,
dieser Mensch steht im Ruf kein Glück zu haben.
Denn ihm fehlt vieles – oder alles, was ihm Freude bereiten könnte.

Jesus aber nennt solche Menschen „SELIG“.
So eine Aussage ist für die heutige Welt unbegreiflich.
Aber dies ist die Logik Gottes.

Wie kann Jesus solche Menschen selig preisen, die nichts haben?
Ja, Jesus sieht die Dinge unter einem anderen Aspekt.
Die Menschen, die leiden, die trauern, die hungern und dürsten,
haben im Angesicht der Welt wenig Wert und Ansehen,
aber sie genießen im Angesicht Gottes eine größere Würde.
Jesus bezeichnet sie auch nicht als Sünder,
auch das ist eine wichtige Botschaft.
Denn die Vorstellung der Menschen damals war, dass Sünder nicht den Segen Gottes empfangen können. Dadurch lebten sie in Missachtung und Armut. Wieder andere dachten, dass Menschen in Armut und Krankheit nicht unter dem Segen Gottes standen. Von welcher Seite aus man die Angelegenheit auch betrachtete,
Jesu’ Aussagen blieben unverständlich

Die meisten Menschen, die Jesus folgten, waren für die damalige religiöse Führungsschicht einfache Sünder. Dennoch kamen sie zu ihm, um ihn zu hören. Sie erlebten Erleichterung und Freude in seiner Nähe. Denn seine Worte waren ermutigend… Seine Worte waren tröstend… seine Botschaft war immer eine frohmachende Botschaft für ihr Leben.

Das bedeutet nicht, dass seine Worte immer ohne Kritik waren.
Nein. Seine Lehre hinterfragte indirekt ihren Lebensstil.
Bestimmt haben die vielen Menschen die seine Worte hörten,
später in ruhigen Stunde über diese Fragen nachgedacht:
„Lebst du selig?“ „Lebst du mit Gott verbunden?“…
Jesus fragte es nicht direkt.
Aber seine Botschaft ging klar in diese Richtung.

Und seine Reden haben den Menschen geholfen ihre Lebensgewohnheiten zu korrigieren. Dabei wurden sie niemals diskriminiert oder um ihre Hoffnung betrogen.
Die Menschen kamen nach wie vor gerne um Jesus zu hören.

Meine Lieben,
auch unsere Aufgabe ist es die Menschen mit Worten und Werken zu stärken, nicht zu entmutigen. Wir müssen ihnen helfen Hoffnung und Freude in ihrem Leben wiederzufinden. Die Botschaft Gottes soll ein Spiegel für ihr und unser Leben werden. Gleichzeitig soll sie helfen, auch in den schweren Zeiten, Gott als Hoffnung zu empfinden,
nicht wie ein Richter, der alles falsch und sinnlos be- oder verurteilt.

Meine Freunde,
Können wir den Hoffnungslosen Hoffnung schenken?
Sind wir Wegweiser für die Menschen, die im Leben keinen Ausweg mehr sehen? Helfen wir Menschen wirklich?
Dann werden auch wir selig sein…
Dann werden wir die wahren Apostel Gottes.
Gott segne uns, damit wir Menschen ermutigen können. Amen!

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3. Sonntag im JK A–Jes 8, 23b-9,3_1 Kor 1, 10-13.17_Mt 4, 12-23

UnityEinführung:
„Ist Christus zerteilt ?“ fragt Paulus.
Warum stellte er diese Frage, die auch heute aktuell ist?
Die Christen haben damals im Namen ihrer Traditionen und des Apostels, Gruppen gebildet.
Nicht nur damals, auch heute sind wir im Namen vieler Traditionen gespalten. Wir haben Christus zerteilt, den der gekommen war, um Menschen mit Gott zu vereinen. Bringen unsere Spaltungen Christus Freude oder machen sie ihn traurig?
Spalten auch wir oder schlichten wir für die Einheit?
Bitten wir um Gottes Erbarmen:

Predigt:
Es gibt viele Gründe, um zu streiten. Denn der Mensch ist seiner Natur nach auch ein Kämpfer. Deshalb diskutieren wir gerne zu Hause oder in den Medien wie Radio, Fernsehen und auch im Internet.
Oft bekommen Kleinigkeiten, durch solche Disputationen große Aufmerksamkeit.

Heute beten wir um die Einheit der Christen.
Einheit der Christen: wie bitte? Gibt es so etwas?
Gut. Was die Kirche damit zunächst erreichen möchte, ist nicht eine
„einzige Kirche ohne Unterscheidung“, sondern man sucht Gemeinsamkeiten und Möglichkeiten für eine gute Zusammenarbeit, auch wenn wir als Katholiken, Protestanten, Orthodoxen unterschiedliche Wege gehen.
Es gibt es viele verbindende Eigenschaften zwischen den Konfessionen. Diese Seite müssen wir stärken.

„Man freut sich in deiner Nähe“. Das sind die Worte des Propheten Jesaja. Es ist gut, dass wir uns an der Nähe Gottes erfreuen.
Aber auch die Menschennähe sollte uns Freude bringen.
Dazu gehören auch unsere Mitchristen im anderen Glauben.

„Always Look on the Bright Side of Life”.
Sie haben bestimmt dieses Lied gehört.
Es ist durch einen Film Namens „Das Leben des Brian“ (Originaltitel: Monty Python’s Life of Brian, 1979) bekannt geworden.
Der Film war eine Satire. Es geht um den naiven Brian, der zur selben Zeit wie Jesus geboren wurde und durch Missverständnisse als Messias verehrt wurde. Deshalb wurde der Film immer wieder kritisiert. Es gab auch Aufführungsboykotte und -verbote.

Dieses Lied ist, aber ist ein fröhliches Lied. Nicht irgendwelche feiernde Menschen in einer Kneipe, sondern eine Gruppe von Gekreuzigten singen es. Sie singen und pfeifen und sterben fröhlich … Etwas ungewöhnlich … aber die vielen Filmkritiker meinen,
dass dieses Lied eine Zusammenfassung des ganzen Films ist.

Ja, es gibt genug Leiden und Schmerzen in der Welt.
Es gibt auch genug Kriege und Spaltungen.
Sicher, das Leben ist nicht immer voller Freude: Das wäre weltfremd..
Aber wir können – wie die Gekreuzigten im Lied – versuchen,
auch die positive Seite des Lebens zu sehen und froh zu sein.

Meine Lieben,
Christus ist gekommen, um Licht in das Dunkel zu bringen.
Wir sind seine Nachfolger. Die können wir nur sein, wenn wir für eine friedliche Welt zusammen arbeiten.

Wir haben genug Gründe auseinander zu gehen.
Aber nur wenn wir zusammen halten, können wir etwas erreichen.
Nur dann können wir den Himmel auf die Erde holen.
Sonst machen wir uns das Leben zur Hölle.
Bringe ich Licht oder lösche ich noch bestehende Lichtquellen?
Möge Christus uns helfen,
die positiven Eigenschaften in anderen zu sehen.
Gott segne uns. Amen!

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