Category Archives: Year – C

Year – C

34. Sonntag – Christkönigssontag 2016

Christ the kind of heartsHeute feiert die Kirche Christus als König.
Es ist interessant fest zu stellen, dass wir heute kein Evangelium über Christus als König gehört haben. Man könnte denken, dass die Stelle über seinen königlichen Einzug in Jerusalem hier besser passen würde. Sie schildert einen königliche Empfang. Aber das heutige Evangelium die Szene der Kreuzigung scheint wirklich unpassend. Ist es ein Fehler?
Nein, das Evangelium ist nicht falsch ausgewählt. Die Kirche feiert ja heute keinen irdischen König.
Christus braucht keine königlichen Attribute, wie wir sie aus dem Weltgeschehen kennen.
Er ist ein König besonderer Art.

Was für ein König ist er also? Die Antwort gibt uns das Evangelium.
Die Menschen, die ihn verlachten, sagten es unbewusst.
Anderen hat er geholfen Das war sein Charakter als König.
Auch der Dieb, der Reue zeigte , erfuhr diese königliche Barmherzigkeit
des Christus am Kreuz.

Er war gekommen um anderen zu helfen.
Er nutzte seine Macht als Gottes Sohn nicht für sich selbst.
Auch die Wunder wirkte er nicht für sich selbst.
Dies alles haben die Führer und Gegner Christi nicht verstanden.
Denn einen solchen König kannten sie nicht, er war für sie unvorstellbar.

Christus ist König, weil er ganz nah bei den Menschen ist. Seine Gedanken sind bei ihnen und seine Macht setzt er einzig und allein für sie ein. Der reuige Dieb erkennt dies unmittelbar, sogar in seinem Leiden am Kreuz. Er bittet und wird erhört!
Hier gibt es noch ein interessanter Aspekt:
Drei Tage nach Christi Tod feiern wir seine Auferstehung.
Christus versprach dem mitgekreuzigten Dieb das Paradies sofort. Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein Diese Liebe kann kein anderer König schenken.
Jesus Christus ist kein mächtiger, egoistischer, Luxus suchender König, sondern einer der die Menschen liebt und ihnen hilft. Ihn feiern wir heute.
Ist er König meiner Gedanken, meiner Tätigkeiten und meiner Gemeinschaft?
Wir wollen gemeinsam für das Kommen seines Reiches arbeiten.
Gott segne uns. Amen!
–Thomas Kalathil

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailOrkutShare

33. Sonntag im JK C – Mal 3, 19-20b; 2Thess 3, 7-12; Lk 21, 5-19

only faith helpsEinführung:
Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.
Alles was lebt, trägt auch den Keim des Todes in sich.
Nun, da der Jahreskreis zu Ende geht, hören wir apokalyptische Texte.
Diese sind zunächst keine ‚frohe’ Botschaft.
Denn da hören wir von dem Ende der Welt und des Lebens …
Das Ende der Welt, wie es in der Bibel beschrieben wird,
ist kein heftig gezogener Schlussstrich.
Es ist viel mehr ein Übergang, ja ein Neubeginn.
So wie der allmächtige Gott kein Ende hat.
Auf ihn richtet sich unsere Hoffnung.
Ihn preisen wir im Kyrie:

Predigt:
In unserem Leben geschehen viele Dinge.
Es ist auch interessant, dass wir ein und dieselbe Sache unterschiedlich betrachten.
Zum Beispiel: Wenn jemanden ein Unfall überlebt, dann sagen wir:
„Der hatte noch Glück“.
Und wenn es anders läuft, dann sagen wir: „Welch ein Unglück“.
Das heißt, wir beurteilen die Ereignisse nach der eigenen Erfahrung.

Auch die heutigen Lesungen erzählen eine, diesem Sinn gemäße, Geschichte:
In dem Buch Maleachi wird uns von einem besonderen Tag berichtet
– über einen Tag der Entscheidung. Da geht es um Glück und Unglück.
Glück für die Menschen, die an Gott glauben.
Und Unglück für die Überheblichen,
die Gott keinen Platz in ihrem Leben einräumen.
Für Letztere ist es das Ende.
Für die Anderen aber wird die Fortsetzung des Lebens verheißen …
Warum ist es so?

Die Überheblichen sind stolze und starke Menschen.
Sie glauben alles aus eigener Macht erreichen zu können.
Gott und andere Werte spielen kaum eine Rolle in ihrem Leben.
Gott aber sagt, ihre Zeit ist begrenzt.
Ihre Macht hat vor Gott keine Bedeutung.
Ihre ‚ich-bezogene-Welt‘ wird aufhören zu existieren.
Denn Macht ohne Liebe bietet keinen Halt, so lehrt uns Gott.

Andererseits hören wir, wer den Namen Gottes fürchtet hat das ewige Leben.
Das klingt etwas unverständlich und unlogisch in der heutigen Welt,
denn genau diese Menschen werden von anderen als Schwächlinge eingeschätzt, gerade weil sie ihr Vertrauen auf Gott setzen.
Sie suchen in allem und bei allem Tun die Meinung und die Hilfe Gottes
und bleiben am Ende Sieger.
Sie erfahren die vernichtende Kraft des Feuers als Sonne der Gerechtigkeit.
Denn Gott ist ihre Kraft, die unglaubliche Kraft ihres Glaubens …

Auch Jesus spricht darüber im heutigen Evangelium.
Er macht seine Jünger auf den Leidensweg der Glaubenden aufmerksam.
Wer an ihn glaubt,
wird von den Mitmenschen verachtet und als schwach angesehen.
Sie werden kein Lob und keine Anerkennung erhalten,
sogar ihre eigene Familie wird sich gegen sie stellen.
Aber nur auf diesem Weg führt uns Gott zum Heil.
Das Evangelium endet mit dem Satz:
„Ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden und doch wird euch kein Haar gekrümmt. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen“.
Ja, das verspricht Gott allen, die auf ihn hoffen.

Diese Aussagen sind verstandesmäßig nicht zu erfassen.
Der Weg des rationalen Denkens hilft uns nicht weiter.
Aber wenn wir es aus dem Blickwinkel des Glaubens versuchen,
dann bekommen die Worte eine andere und tiefe Bedeutung.
Der Weg des Glaubens ist nicht einfach zu gehen.
Wir brauchen Mut und ein festes Vertrauen auf Gott.
Wir wollen seine Macht in unserem Leben anerkennen und bezeugen.
Wir wollen nicht überheblich leben,
sondern Gott Raum in unserem Leben schenken.
Denn er kann alles ändern und wenden.
Dann wird unser Unglück zu Glück werden.
Der Gott des Lebens segne uns. Amen!
–Thomas Kalathil

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailOrkutShare

32. Sonntag im JK C- 2 Makk 7, 1-2.7a.9-14, 2 Thess 2, 16-3,5, Lk 20, 27-38

sincere WayEinführung:
„Der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren“. Diese Worte des Apostels Paulus aus dem 2. Thessalonicherbrief sagen uns, dass Gott unser Retter ist. Er war Schirm und Schutz für viele Menschen seit der Erschaffung der Welt … In Christus können wir diese Rettung persönlich erleben. Sein Wort und seine Sakramente helfen uns
das Böse in unserem Leben zu bekämpfen.
Für seine Liebe wollen wir ihm danken und ihn preisen:

Predigt:
Wenn wir uns über etwas Gedanken machen oder etwas unternehmen möchten, dann geschieht dies immer für bestimmten Zweck.
Die Absicht ist ein entscheidender Faktor.
Sogar Gerichte nehmen in manchen Fällen die guten Absichten ernst.
Aber auch Menschen können, trotz guter Vorsätze im Leben etwas falsch machen. Die Meisten von uns werden solche Fehler verzeihen und ihnen eine neue Chance geben.
Es gibt aber auch Menschen, die mit schlechten Absichten viel Ruhm und Macht erlangen. Sie werden wohl von den Wenigsten geliebt und anerkannt.

Wir hörten im Evangelium, dass Jesus ebenfalls mit solche Menschen zu tun hatte – den Sadduzäern. Sie bildeten eine wichtige Gruppe der Juden.
Ihr Namen enthält das Wort „Gerechtigkeit“, eine Eigenschaft,
die nicht nur für die Religion, sondern auch in der Gesellschaft wichtig ist.
Der Name Sadduzäer wird von dem hebräischen Namen Zadok abgeleitet und dieses Wort bedeutet der ‚Gerechte’.
Aber heute – wie auch damals – merken wir, dass sie sich nicht ihrem Namen entsprechend verhalten. Sie versuchten Jesus immer wieder mit ihren schlauen Fragen Fallen zu stellen. Ihre Fragen waren wohl wichtig, aber ihre Absicht war nicht sauber, sondern unehrlich.

Dieses Betragen hat Jesus traurig gestimmt.
Die Sadduzäer waren nun einmal eine wichtige Gruppe des jüdischen Volkes. Sie hatten eine große Verantwortung; sie sollten wegweisend sein für ihre Mitmenschen. Statt dessen versuchten sie die Bevölkerung zu verwirren.
Sie versuchten einfache Leute für ihre Überzeugungen und für ihre religiösen Zwecke zu manipulieren.
Ja, auch diese Handlungsweise hat Jesus zutiefst beschämt.
Denn er war der Überzeugung, dass so ein Verhalten nichts mit der wahren Religion gemeinsam hat. Sie hat nichts mit Gott oder dem Glauben zu tun …

Im Namen Gottes Menschen unter Druck setzen oder sie verfolgen und sogar umbringen – das war nicht neu. Eine ähnliche Geschichte haben wir heute auch in der ersten Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer gehört.
Die Geschichte ist traurig. Aber wir erleben hier mutige Menschen.
Reichtum und andere Versuchungen konnten ihren Glauben nicht erschüttern.

Gott und Glaube sind auch heut’ zu Tage ein wichtiges Mittel um Menschen zu beeinflussen. Täglich hören wir solche Berichte.
Fanatische Ideologien versprechen Menschen himmlisches Glück und stiften so große Verwirrung und Unheil.
Die sogenannten Gotteskrieger versuchen Menschen zu manipulieren, Kulturen und Welten zu zerstören und sogar andere umzubringen.
Sie führen diese Kriege angeblich im Auftrag Gottes …
Braucht Gott Krieg und Gewalt? Nein, nur diese Menschen brauchen sie.
Sie setzen diese gewalttätigen Mittel ein, um Menschen für ihren Irrglauben und ihre Überzeugung zu gewinnen.
Sie haben weder eine gute Absicht noch einen guten Glauben.

Die Brüder aus dem Buch Makkabäer konnten ihren Glauben leben,
weil sie ihre starke Hoffnung auf Gott setzten.
Auch Jesus konnte den Fallen der Sadduzäer entkommen,
weil er mit Gott verbunden war.
Auch wir brauchen heute diese Kraft.
Denn die Welt in der wir leben ist voller Fallstricke.
Heuchelei und Streit im Namen Gottes haben ein Leichtes uns zu manipulieren. Hier hilft nur ein starker Glaube.

Wir wollen für Menschen keine Fallen bauen.
Versuchen wir mit ehrlichen Absichten einander zu helfen.
Dann können wir eine ehrliche Welt aufbauen.
Dann können wir sogar hier auf der Erde den Himmel erfahren.
Gott segne uns. Amen!
— Thomas Kalathil

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailOrkutShare