reaching heavens
Einführung:
In einem altirischen Segen beten wir:
„Der Segen des Abschieds nehme dir die Angst vor der Trennung.
Der Segen der Erinnerung bewahre dir Erlebtes in deinem Herzen.
Der Segen des Aufbruchs mache dich offen für Neues.“
Das heutige Fest der Himmelfahrt Christi ist ein Fest der Erinnerung, des Aufbruchs und auch des Abschieds.
Aber wir sind nicht traurig, denn wir glauben, dass Gott bei uns ist. Dieser Abschied ist auch ein Segen für uns. Und durch unseren Glauben versuchen wir ihm nahe zu sein und seinen Segen zu empfangen. Für diese wunderbare Gemeinschaft und seinen Segen wollen wir unserem Gott danken und ihn im Kyrie Ruf loben:

Predigt:
In dieser Woche habe ich aus meiner Heimat eine Musiksendung mit Kindern angeschaut. Und dabei hat ein Mädchen mit einer sehr guten Stimme an einer Stelle den Text vergessen.
Unbeirrt hat sie das Lied bis zum Ende gesungen…
Bei der Bewertung war die Jury nicht so hart, wie man sonst bei solchen Shows erlebt. Einer von ihnen hat das Mädchen ermutigt und sagte:
„Du musst lernen aus den Fehlern aufzusteigen und ganz nach oben zu fliegen…“ Das war ein toller Moment in dieser Show…
Ich denke auch das heutige Fest vermittelt uns eine solche Botschaft.

Ja, die Bezeichnung ‚Christi Himmelfahrt‘ klingt etwas negativ.
Sie vermittelt den Eindruck, als wäre Christus von uns weggegangen, als hätte er uns verlassen.
Das passt zu unserem christlichen Gottesbild nicht.
Gott wurde Mensch, um uns nahe zu sein…
Heute aber sprechen wir von seinem Abschied. Ein Widerspruch?

Christi Himmelfahrt ist kein negatives Fest.
Wie wir gehört haben, wendet Jesus seine eigene Geschichte des Leidens und des Sterbens zum positiven.
Er ist nicht tot. Er ist nicht nur auferstanden, sondern gehört fortan zur Welt.
Es ist noch mehr…
Ja, das Fest sagt uns, dass Christus zum Himmel gehört und dorthin kehrt er zurück.
Ja, das ist unser Gott, einer der das Schicksal zum Guten wendet.

Christi Himmelfahrt ist auch gleichzeitig eine Einladung an uns in der Erinnerung zu leben. Erinnerungen führen uns normalerweise in die Vergangenheit. Aber die Erinnerung an Christus hilft uns ein realistisches und ausgeglichenes Leben zu führen.

Meine Lieben, Christus stellt uns Aufgaben, er hat Erwartungen an uns.
Er lädt uns ein, Verantwortung zu übernehmen und Zeugen des göttlichen Lebens und der Hoffnung zu sein.
Gerade, wenn viele Menschen uns Fragen stellen, wo Gott ist und ob er mit uns ist, dann müssen wir zur Antwort geben:
„Ja, er ist bei uns… Ja, er lebt…“
Das müssen wir durch unser Leben zeigen und bezeugen können.
Denn durch uns, lebt Christus heute, auch wenn er unsichtbar ist. So tragen wir eine große Verantwortung.

Möge Gottes Heiliger Geist mit uns sein.
Er segne uns und ermutige uns aus Fehlern zu lernen, Mut zu sammeln, aufzustehen und nach oben zu gehen…. Amen!

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