god is experience
Einführung:
„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“,
so haben wir diesen Gottesdienst begonnen. In vielen anderen Gebeten und auch bei dem Schlusssegen kommt die Dreifaltigkeit vor. Gott ist Vater, Gott ist Sohn, Gott ist Heiliger Geist. Sie sind in Gott eins.
Ja, das ist der Basis unseres Glaubens. Diese „Grund-Sätze“ prägen uns. Danken wir Gott für dieses Geschenk und seine Zuwendung für uns und bitten wir um Einheit und Liebe:

Predigt:
Ich war in der Schule zwar nicht der Beste, aber doch ein guter Schüler. Manche Dinge von dem Unterrichtsstoff waren mir schwer verständlich. Bestimmt hätte man sie mit den Lehrern klären können, aber damals war ich nicht so mutig…
So blieb nur eines übrig: Der Nachhilfe-Unterricht. Dafür musste man bezahlen. Aber dabei hat man manche Dinge besser erklärt bekommen und somit verstanden. Die Teile, die ich dennoch nicht verstanden hatte, habe ich, wie alle anderen Schüler, auswendig gelernt…

Ja, verstehen ist wichtig. Ich möchte auch heute noch vieles lernen und verstehen. Aber leider ist es nicht möglich. Ich bleibe realistisch und denke, es sind viele Dinge im Leben, die man nicht begreifen kann…
Z. B.: Nicht jeder versteht etwas von Astrophysik. Oder ein Musiker muss nicht unbedingt die Weltgeschichte oder alle Naturwissenschaften verstehen.
Das sind einige einfache Beispiele… Ja, es gibt in der Welt viele Themen, die man nicht verstehen kann…

Kann ich dann „Gott“ verstehen? Das ist auch nicht möglich, denn er bleibt ein Geheimnis. Man sieht ihn nicht, man kann ihn nicht ertasten. Trotzdem gibt es einen Gott. Wir glauben daran, weil wir ihn und seine Kraft spüren.
Ja, Gott ist keine akademische Weisheit, die man beweisen kann.
Kein Unterricht, auch keine Theologie kann ihn erklären.
Dazu gibt es auch keine Nachhilfe… Ihn begreift man nicht mit dem Verstand. Ihn erleben wir in unseren Herzen. Er ist eine Erfahrung…
Am heutigen Sonntag hören wir einen abstrakten und komplizierten Begriff Gottes, den man in der Kirche häufig verwendet.
Nicht nur die katholische Kirche, sondern auch viele andere christlichen Kirchen glauben daran, dass Gott dreifaltig und dreieinig ist…
In ihm gibt es drei Personen, aber er ist trotzdem ein Gott.
Ja, ganz vernünftig erscheint die Sache nicht.
Denn wie bereits erwähnt, wissen wir und erfahren es immer wieder, dass Gott mit unserem Verstand nicht zu erfassen ist.
Ehrlich gesagt denke ich, dass ich keine dieser komplizierten Theologien brauche, um Gott als Einheit und Wahrheit zu erleben und zu erfahren. Ich spüre ihn täglich.
Viele Menschen bestätigen diese besonderen Erfahrungen mit Gott.

Mahatma Gandhi sagte einmal:
„Die beste Art das Evangelium zu predigen, ist es zu leben!“
Ich werde diesen Satz ergänzen und sagen:
Die beste Art um Gottes Existenz zu beweisen, ist ihn im Herzen zu erfahren und ihn zu leben.
In einem alten Lied aus meiner Heimat singt man:
„Ich suchte nach Gott überall…
Zum Schluss kam ich zu mir und habe ihn in meinem Herzen gefunden. Liebe ist seine Gestalt.“
Ja, Gott ist die Liebe, die für uns eins wurde.
Ihn interpretieren wir unterschiedlich und deshalb bleibt er schwierig zu verstehen. Aber er kann auch so klein werden um
in uns Wohnung zu nehmen und uns so seine Nähe erfahrbar machen.
Denn, er ist die Menschlichkeit und die fleischgewordene Barmherzigkeit. Er bleibt in der Vielfältigkeit stets eine Person.
Er segne und begleite uns. Amen!

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