3 wise men-find divine friendship
Einführung:
„Wer sucht, der findet…“ sagt Jesus…(Mt 7,8)
Heute begegnen uns drei Suchende, die aus der Ferne kommen.
Sie folgen zuerst einem logischen Ziel und gehen zu Herodes.
Ja, auch die Weisen können sich irren…
Dann merken sie, dass sie nicht ihrer Vernunft,
sondern ihrem Herzen folgen sollten.
Das Herz und der Stern am Himmel führen sie zu ihrem wahren Ziel…
Auch wir sind auf der Suche…
Oft bestimmt unser Kopf was wir tun sollen. Das ist in Ordnung…
Aber ab und zu sollten wir uns die Zeit nehmen, um auf die Stimme unseres Herzens zu hören. Dazu brauchen wir Ruhe und Stille.
In dieser Stunde versuchen wir auf Gottes Stimme zu hören und
uns neu zu orientieren. Darum bitten wir im Kyrie:

Predigt:
Maria und Josef bekommen Besuch und sie erhalten Geschenke für das neugeborene Kind. Haben sie diese Geschenke aufbewahrt,
so wie Maria das Wort Gottes und ihre besonderen Erfahrungen
in ihrem Herzen bewahrte?

Ich denke schon. Denn sie haben Menschen sehr geschätzt…

Viele Menschen schätzen ihre Freunde und deren Geschenke sehr hoch ein, das kann ich aus Erfahrung bestätigen…

Ich bin 10 Jahre hier bei euch in dieser Pfarrgruppe.
Inzwischen habe ich einige gute Freunde gewonnen.
Ich fühle mich bei einigen wirklich zuhause.
Wenn ich sie besuche, bringe ich etwas mit, wie jeder von uns, eine Kleinigkeit, mal eine Schokolade, eine Pflanze oder ein Buch…

Eine Dame, die bei dieser Gelegenheit eine Pflanze von mir erhalten hatte, freute sich sehr darüber und sie spricht jedes Mal davon…
Sie pflegt die Pflanze mit viel Liebe und
freut sich, wenn diese neue Triebe bekommt…

Auch ich bekam eine Kerze von ihr geschenkt,
welche ich zu meinem sonntäglichen Frühstück anzünde…
Jedesmal verbinden mich, durch die Kerze,
meine Gedanken mit dieser Frau.

Ich denke, dass auch ihr viele ähnliche Geschichten zu erzählen habt.

Auch der neugeborene Jesus bekommt heute Besuch.
Einige völlig fremde Menschen bringen ihm Geschenke und Gaben.
Nur der Evangelist Matthäus berichtet von diesem hohen Besuch.
Er nennt sie Sterndeuter,
da sie weise und gebildete Menschen aus dem „Osten“ waren.
Sie waren beobachtende Menschen…
Auch sie haben auf einen Retter gewartet.
Sie sahen einen besonderen Stern am Himmel.
Und dieser Stern führte sie nach Betlehem.
Sie hatten ihre Geschenke mitgebracht, denn sie waren sicher,
dass auf sie eine besondere Begegnung wartete.
Und durch die Geschenke zeigten sie ihre Liebe und Verehrung.
Diese Gaben waren bestimmt eine große Hilfe für Josef und Maria,
die sich mit dem kleinen Kind in einem fremden Land aufhielten und allein auf sich gestellt waren.

Diese Leute waren Fremde für Maria und Josef.
Auch später wurden sie nicht mehr erwähnt.
Trotzdem spielen sie eine wichtige Rolle im Leben Jesu.

Diese Begegnung war für alle eine Überraschung.
Den Retter fanden sie in einer Krippe, als Kind eines armen Zimmermannes…aber sie hatten keine Zweifel daran,
den gefunden zu haben, den sie suchten.
Diese Begegnung war das Ziel ihres Daseins,
ihres Lebens und sie geschieht aus tiefster Überzeugung und Liebe.
Es wird immer nur ein Besuch bleiben,
aber er ließ eine neue Freundschaft entstehen und
er brachte zugleich Hilfe und Freude für Maria und Josef.…

Gottes hohe Besucher verbinden die Menschen untereinander.
Seine Geburt macht Fremde zu Freunden.
So erleben wir auch weiterhin, bis heute,
die wunderbaren Geschichten großer Freundschaften.

Jesus will alle Menschen miteinander verbinden:
Arme und Reiche, Frauen und Männer, Kinder, Kranke und
sogar die Sünder…
Er bringt Menschen der verschiedensten Rassen und Kulturen durch diese Freundschaft Freude und Frieden.

Maria sollte bestimmt einiges von diesen Gaben der Weisen aufbewahrt haben… Denn auch sie liebte die Menschen.
Das erleben wir bei dem Besuch bei Elisabet,
und auch bei der Hochzeit in Kana…

Meine Lieben, ich wünsche uns allen eine wahre,
aufbauende Freundschaft mit Gott und den Menschen.
Wir wollen unseren Mitmenschen als wahre Freunde begegnen,
damit die ganze Welt,
ein Ort der Freundschaft und des Friedens wird…

Wir wollen Menschen suchen, die unsere Hilfe benötigen.
Bringen wir ihnen Freude durch unsere Verbundenheit…
Diese Freude fällt dann auf uns zurück, wie bei der Dame,
die meine Pflanze mit viel Sorgfalt und Aufmerksamkeit pflegt und immer wieder davon schwärmt…
Gott, der Freund der Menschen, segne unsere Freundschaften.
Amen!

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