Love unites the family
Einführung:
Jesus ist ein Zielperson für die Menschen.
Maria und Josef suchen nach ihm.
Hirten, die drei Weisen und viele andere kamen um ihn zu suchen…
Und immer wieder findet man ihn in Verbindung, in der Nähe zu Gott, ob im Tempel oder beim Gebet in der Einsamkeit…

Auch wir suchen nach ihm.
Suchen wir wirklich nach ihm, ebenso wie seine leibliche Familie?
Suchen wir nach ihm als seine erweiterte Familie, heute und immer wieder?
Dann wird er sich uns als Herr und Gott offenbaren.
Ihn preisen wir im Kyrie:

Predigt:
„Der Tsunami in Indonesien hat mehr als 15.000 Menschen obdachlos gemacht und vor allem viele Kinder von ihren Eltern getrennt.“
Das habe ich in der Presse gelesen.
Ja, Kinder gehen verloren, nicht nur bei solchen Naturkatastrophen, sondern auch wenn sie in einer großen Menschenmenge eingeschlossen sind.
Davon habe ich in meiner Kindheit immer wieder gehört.
Ein Beispiel: Meine Heimatpfarrei ist sehr groß.
Sie umfasst mehr als 10.000 Katholiken
und die Feste in der Pfarrei waren und sind auch heute sehr gut besucht.
Gerade in der Karwoche kommen sehr viele Menschen von überall her, sogar aus weiter Ferne, weil wir eine berühmte Wallfahrtskirche haben.
An solchen Feiertagen hörte ich immer wieder die Durchsage aus den Lautsprechern, dass manche Kinder in diesem Trubel von den Eltern getrennt wurden und entweder die Eltern oder die verloren gegangenen Kinder an der Information warten.

Jesus war 12 Jahre alt und wurde damals in seiner Heimat schon als ein erwachsener Mann gesehen.
Daher war es zu verstehen, dass Jesus, das „erwachsene Kind“,
damals in Jerusalem zur Zeit des Paschafestes einen „Alleingang“ unternahm. So viel Interessantes und Schönes gab es zu sehen.

Das ist doch normal, oder etwa nicht?
Die meisten Eltern sagen, dass die Pubertät eine schwierige Zeit ist.
„Es ist nicht einfach mit ihnen…“ oder „Wir verstehen uns einfach nicht.“
Wie oft hört man diesen Ausspruch.
Lustigerweise, sagen auch die „Teenies“ dasselbe über ihre Eltern.

Jesus war nicht nur Gott… Er war auch Mensch.
Auch seine Eltern waren Menschen und hatten mit Sicherheit ihre zwischenmenschlichen Probleme.

Auch sie verstanden wohl nicht alles was Jesus sagte und meinte…
Aber sie versuchten dieses Problem gemeinsam zu meistern.
Vor allem versuchten sie das Unverstandene mit Gottes Hilfe anzunehmen.

Nicht nur in seiner Kindheit, sondern auch später blieb Jesu ein wenig geheimnisvoll für seine Familie.
Sie haben ihn nicht immer verstanden und wollten ihn nach Hause holen. So hören wir im Evangelium, als sie nach ihm suchten.
Aber auch in dieser Situation gibt er eine Antwort –
„Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?…
Das hier sind meine Mutter und meine Brüder…“ (Mk 3, 33-34)
Eine Aussage die ebenfalls schwer zu verstehen war.

Meine Lieben,
ebenso passieren Dinge in unserem Leben, in unseren Familien.
Die Krankheit eines lieben Menschen, ein finanzielles Problem, der unerwartete Verlust eines Menschen, plötzliche Arbeitslosigkeit,
ja, es sind viele Dinge die wir in unserem Leben nicht einfach begreifen können…
Wenn wir in solchen Situationen kein Vertrauen in Gottes Führung haben, dann wird ein unüberwindlicher Berg vor uns stehen.

Maria und Josef waren ganz normale Menschen.
Auch sie hatten ihre menschlichen Schwächen,
aber doch auch ein großes Gottvertrauen und so
blieben sie Zeit ihres Lebens eine suchende Mutter
und ein suchender Vater.
Sie nahmen alles an so wie es war und dachten darüber nach.
Das machte ihre Familie heilig.

Hören und folgen ist der neue Weg, den Christus uns aufzeigt.
Wir wollen Gott Zeit und Raum schenken, auch wenn wir nicht alles verstehen. Er geht vielleicht seinen eigenen Weg,
aber er wird doch alles zum Guten wandeln.

Oft ist es nicht einfach seinem Weg zu folgen.
Aber einmal müssen wir Rechenschaft darüber geben, wie viel Zeit wir unseren Kindern geschenkt haben und ihnen zuhörten, auch wenn wir sie nicht immer verstanden haben.

Familie ist und muss ein Ort des Zuhörens bleiben.
Wenn unsere Kinder sich bei uns sicher fühlen, dann bleiben sie uns gegenüber offen und ehrlich. Ich wünsche allen Familien Zeit und Geduld auf einander zu hören und einander anzunehmen.
Ich wünsche allen, die ihre Kinder auf dem Weg „verloren haben“,
viel Kraft und Hoffnung sie wieder zu finden.
Betet und nehmt euch die notwendige Zeit für eure Kinder.
Etwas Wertvolleres könnt ihr ihnen nicht schenken.
Mit Liebe, Gottvertrauen und Hoffnung könnt auch ihr eure Familie heilig machen. Das wünsche ich euch am heutigen Fest der Hl. Familie von ganzem Herzen.

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