Hildegard
Einführung:
Wir feiern heute das Fest der heiligen Hildegard von Bingen.
Sie ist eine Heilige aus unserer Mitte….
Ob sie hier geboren wurde, ist uns nicht klar,
aber sie wurde hier getauft…
Ja, wir haben dieses Glück, hier zu sein, genau da,
wo sie den Anfang ihres Glaubens feierlich begonnen hat…
Taufe ist nicht nur ein Sakrament, sondern man fängt an,
mit dem Heiligen Geist zu leben.
Wir sind da, weil wir wie die Hl. Hildegard durch die Taufe Gott erkannt haben und ihn lieben wollen.
Bleiben wir in ihm, der uns sein Heil schenkt.
Suchen wir Versöhnung mit ihm und bitten um seine Gnade im Kyrie-Ruf:

Predigt:
Wenn wir die Lebensgeschichte der Heiligen Hildegard lesen, dann sehen wir, dass sie als Mystikerin, Meisterin, Prophetin bekannt war.

Aber, was ist überhaupt Mystik?
Es ist eine tiefe geistliche Erfahrung.
Und wer hat diese Erfahrung?

Natürlich, einer, der sich viel mit einem Thema beschäftigt,
oder jemand, der durch einen Gedanken oder
eine Idee so gepackt wird,
dass er seine innere Ruhe verliert…
oder jemand, den etwas stört, – all das kann im positiven und religiösen Sinne – muss aber nicht – zu einer mystischen Erfahrung hinführen.
Ja, er kann sogar am hellen Tag oder
in der Ruhe der Nacht eine solche Erfahrung machen.

Wie uns überliefert worden ist, hatte Hildegard von Bingen ihre mystischen Erfahrungen.
Es ging um die Kirche, um den christlichen Glauben,
um den Menschen und auch um die Natur…
Man kann sagen, all dies hat ihre Ruhe weggenommen,
sie gestört… Aber, wie bereits erwähnt, im positiven Sinne…
Aber dafür bekam sie Anweisungen Gottes.

Wir feiern heute das Pfarrgruppenpatrozinium.
Was kann man heute von ihr lernen?

Hildegard zeigt, dass die Kirche auch ein Thema in unseren Gesprächen sein muss.

Stören mich Dinge in der Kirche?
Wie kann ich meine Kirche positiv gestalten?
Denke ich an die Menschen in meiner Umgebung,
besonders an jene, die ein Problem mit der Kirche und überhaupt mit Gott haben?
Was kann ich für sie Gutes tun? Stören uns diese Gedanken?

Oder sind wir nur mit diesen Gedanken unterwegs: ‚Hauptsache, es geht uns gut!‘ und sagen
‚Alles, was wir erreicht haben, reicht uns!‘ …?

Meine Lieben,
wir stehen gerade vor der PGR Wahlen…
Ich denke, es ist der richtige Moment,
dass wir uns mit den Fragen und
mit dem Leben der Heiligen Hildegard beschäftigen.
Sie hat uns heute etwas zu sagen:
dass wir uns doch Gedanken über unsere Kirche am Ort machen müssen;
dass wir sie mit unseren Gedanken und nach unseren Kräften unterstützen müssen.
Ja, meine Lieben, dann können wir sagen,
das ist meine Kirche.

Die Medien bringen uns viele Themen…
Manche sind wichtig und haben ihre Bedeutung.
Einige Themen ärgern uns.
Manche müssen wir bearbeiten, aber vielleicht nicht alles…

Aber was wir wirklich brauchen ist ein verschärfter Blick
auf die Dinge in der Kirche, auf unseren Glauben.
Und, sehr wichtig ist es, zu fragen, was kann ich machen,
das zu ändern.
Wenn wir uns in dieser Weise an diese Themen annähern,
dann werden wir zur Zukunft unserer Gemeinden und
unseres Glaubens positiv beitragen können.

Gott ist zu allem fähig. Er ist mächtig.
Aber er braucht Menschen, die gerne und
mit Begeisterung mit ihm und für ihn arbeiten wollen…
Er braucht auch heute Menschen wie Hildegard,
die Visionen haben und seine Kirche lieben.
Er braucht vor allem Menschen, die mit ihm sind…

So sage ich noch einmal:
Mögen uns auch manche Dinge stören…
Wir wollen mit seiner Hilfe etwas Gutes tun,
für unseren Glauben und für unsere Mitmenschen und
auch für unsere Natur.
Möge uns das Vorbild und die Fürsprache der Heiligen Hildegard dabei helfen. Amen

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