Save us Lord...Heute wollen wir uns einige Menschen, die in unmittelbarer Nähe zu Jesus lebten, anschauen. Bei diesem näheren Betrachten werden wir uns in einigen von ihnen wieder erkennen. Eine lange Zeit ist seit deren Auftreten vergangen , aber wir wollen nachspüren, was sie uns in unserer Zeit zu sagen haben…

Pontius Pilatus:
Er sagte die Wahrheit: „Ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen“. Aber… ?
Pilatus, der mit dem Auftrag Recht zu sprechen eine große Verantwortung hatte,
verzagt und scheitert hier erbärmlich…
Ein Mensch, der die Wahrheit erkennt, aber trotzdem keinen Mut hat sich ihr zu stellen;
Pilatus… Ist er fremd für uns? Wie oft erkennen wir die Wahrheit?
Wie oft zeigen wir den Mut diese Wahrheit zu vertreten und dafür einzustehen?

Jesus Bar-Abbas und die Diebe:
Jesus steht vor dem Volk zusammen mit einem Straßenräuber. Sein Name war Jesus Bar-Abbas: Das heißt: Jesus, Sohn des Vaters. Vor ihm steht Jesus Christus, der Gesalbte, der Messias.
Bar-Abbas als der Stellvertreter der irdischen Menschen.
Jesus als Symbol des göttlichen Lebens.
Aber die Menschen stellen sich nicht hinter Gott, sie umarmen die Welt. Ein Straßenräuber ist ‚wertvoller‘ als der Straßenprediger…???
Jesus war immer mit solchen benachteiligten Menschen, mit den Zöllnern, Sündern und Ausgeschlossenen zusammen. Auch in der letzten Stunden seines Lebens bekommt er solche ‚Gesellschaft‘- noch zwei weitere Diebe – am Kreuz.
Er nahm diese Erniedrigung nicht übel. Auch jetzt noch zeigt Jesus seine göttliche Berufung. Dem Dieb, der noch in den letzten Sekunden seines Lebens bereut, ihm verspricht Jesus das Himmelreich…
Bar-Abbas oder Christus: Nach wem verlange ich?
Einem unbarmherzigen oder barmherzigen Menschen –
wie verhalte ich mich, wenn ich leidende Menschen sehe?

Simon Petrus:
Simon bedeutet, ‚er hat gehört‘. Ja, Simon hörte den Ruf Jesu und folgte ihm. Aber dann wurde Petrus ‚der Fels‘. Das heißt, der Jünger Jesu soll aus einem normalen ‚Hörer‘ zu einem ‚Felsen’ werden. Denn, ohne eine feste Überzeugung kann man diesem Christus nicht nachfolgen. Auch Petrus zeigte einen starken Glauben in vielen Situationen. Aber im entscheidenden Moment wurde er schwach. Er ‚hörte‘ was die Diener sagten. Aber sein felsenfester Glaube scheint in der Kälte der Nacht erfroren… Er suchte die Wärme des Feuers und lehnte die Wärme und Kraft seines Glaubens ab.

Jesus Christus:
Vor der Menge steht er als ein Verbrecher. Für viele war er tatsächlich ein Gotteslästerer…
Aber auch in dieser Zeit der Verlassenheit schenkt er:
– Pilatus sein Verzeihen.
„Du hast keine Macht über mich…“ und so akzeptiert Jesus sein Kreuz…

– Bar-Abbas, dem Straßenräuber, schenkte er die Freiheit.
Damit erhielt Bar-Abbas vielleicht eine Chance sein Leben noch einmal neu zu ordnen und seine Fehler zu korrigieren.

– dem reuigen Räuber schenkt er den Himmel. Ein einziges Wort des Trostes, kann vieles ändern, lehrt Jesus in dieser Stunde der Schmerzen.

– Petrus schenkt er den Glauben erwärmenden, barmherzigen Anblick.
Petrus erkennt seine Schwäche und findet zurück zu seiner Berufung.

Pilatus, Bar-Abbas, der bessere Dieb, Petrus…
ihre Verhaltensweisen sind uns nicht fremd. Auch heute noch können wir ihnen in unseren Mitmenschen, in unserem Leben,in unserer Welt begegnen.

Jesus Christus, du aber lehrst uns, dass der Mensch kein Feind des Menschen,
sondern ein Helfer, Retter, Freund und Begleiter ist…
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und bitten dich:
Erlöse uns aus der Ungerechtigkeit…
Erlöse uns von den falschen Ideologien und Menschenbildern…
Erlöse uns aus der Unbarmherzigkeit und Passivität…
Erlöse uns aus der Glaubenskälte…
Erlöse uns!

–Thomas Kalathil

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