Easter-2019
Einführung:
Zunächst wünsche ich uns allen den Segen des auferstandenen Herrn. Sein Friede möge uns Leben und die Freiheit als Kinder Gottes schenken…
Jesus ist auferstanden! Ja, er lebt – auf ewig.
Auferstehung erlebt man in der Bibel stets im Zusammenhang mit liebenden, betenden und glaubenden Menschen.
Alle vier Evangelisten berichten uns von solchen Ereignissen.
Markus berichtet (5, 21-43) von einem Mädchen: Sie war die Tochter von Jairus. Im Matthäus- (9, 18-26) und Lukas-Evangelium (8, 40-56) lesen wir diese Geschichte ebenfalls. Lukas berichtet außerdem von einem jungen Mann: Dem Sohn einer Witwe (7, 11-17). Die dritte Auferweckung ist die von Lazarus; davon lesen wir im Johannes Evangelium (11, 1-46). Dieser war ein guter Freund von Jesus.

Wenn uns von Verstorbenen berichtet wird, sprechen auch wir von Menschen,
die mit ihnen verbunden waren und die sie geliebt haben.
Auch am Grab Jesu sehen wir weinende und betende Menschen.
Wenn wir die Auferstehung Jesu feiern, beten wir für andere,
die uns nahestehen.
Beten und danken wir dem Herrn für das Geschenk des göttlichen Lebens.

Predigt:
Vor ein paar Tagen hörte ich im Fernsehen eine Frau sagen:
„Meine größte Angst ist die vor dem Leben nach dem Sterben“…

Auferstehung der Toten:
Dieses Thema weckt in uns, auch in der heutigen Welt, viele Fragen.
Gibt es eine Auferstehung? Wie werden wir nach unserer Auferstehung aussehen? Müssen wir wieder Schmerzen und Leiden ertragen? Wo gibt es so viel Platz für alle?
Ja, diese Fragen sind immer wieder zu hören…
Auferstehung war auch zu Lebzeiten Jesu ein großes Thema.
Sie wurde in Israel auch nicht von allen akzeptiert.
Anders als die Pharisäer glaubten die Sadduzäer nicht an die Auferstehung der Toten. Aber auch diese Menschen gehörten zu den Zuhörern und Kritikern Jesu.

Warum blieb und bliebt dieses Thema ein Problem für viele?
Dafür gibt es einige Gründe.
An erster Stelle kommt der Glaube.
Wie ich es am Anfang erwähnt habe, lesen wir in den Evangelien,
dass Jesus drei Menschen zum Leben auferweckt hatte.
Ganz besonders verdient die Stelle im Johannes 11, 1-46 unsere Aufmerksamkeit.
Hier sehen wir Jesus, der Lazarus nicht um seiner Ehre willen auf erweckt , sondern damit die Menschen an seinen himmlischen Vater glauben.
Der Glaube an Gott steht hier im Mittelpunkt.

Wieder hören wir die Frage Jesu an Marta: „Glaubst du das?“
Und Marta gibt eine wunderbare Antwort:
„Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll“ (Joh 11, 27).

Dasselbe sagte Jesus zu Jairus, als dieser von dem Tod seiner Tochter erfuhr. „Glaube nur, dann wird sie gerettet werden“:

Ja, meine Lieben,
die Auferstehung geht zusammen mit dem Glauben an den Vater,
der auch der Herr des Lebens ist.
Jesus betet zu diesem Gott, seinem Vater im Himmel.
Wer an ihn glaubt wird diese Herrlichkeit Gottes erleben und das Ewige Leben erhalten.

Ein zweiter Punkt ist die Beziehung zum Vater.
Jesus sprach immer wieder von seinem Vater im Himmel.
Auch das erfahren wir eindeutig bei der Auferweckung von Lazarus,
in dem er betet: „Vater ich danke dir, dass du mich erhört hast“
Jesus stärkt durch seine Wunder und später durch seine Auferstehung, die menschenfreundliche Seite Gottes:
Er ist der Vater und kann uns Leben schenken.
Das ist die Kraft der Auferstehung Jesu.

Die Pharisäer und der Hohepriester teilten diesen Glauben nicht, obwohl die Auferstehung der Toten keine neue Lehre Jesu war.
Wir erfahren von solchen Wundern auch im Alten Testament.
Der Prophet Elija hat ebenfalls einen Toten auferweckt.
Diese Geschichte lesen wir im 2.Buch der Könige 4, 8-37.
Aber alle diese Wunder hielten den Hohepriester und die Pharisäer nicht davon ab sich gegen Jesus zu verschwören.
Sie kommen zu dem Schluss, „dass es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht…“(Joh 11, 50).

Ja, Menschen, die diese einzigartige Zeichen Gottes nicht akzeptieren wollten, hatten und haben selbstverständlich Schwierigkeiten, diese zu verstehen.
Man kann sie nur entweder verneinen oder daran glauben.
Aber Gott bleibt Gott. Nichts verändert sein Wesen und seine Macht.
Die Auferstehung Jesu ist ein starkes, wichtiges Zeichen dafür,
dass Gott mächtiger ist als unsere Gedanken und unsere Kräfte.
Auferstehung ist schwer zu glauben.
Aber jeder Glaube stellt große Erwartungen an uns.

Aber – wer glaubt – wird durch den Glauben befreit.
Und nur wer glaubt wird durch ihn befreit.
Wer zu Gott eine innige Beziehung aufbaut, den wird er
aus der Dunkelheit des Todes retten.
Wir werden zu Kindern Gottes werden.
Nicht Angst, sondern Glaube und Liebe werden uns befreien.

Uns allen wünsche ich dieses frohmachende, dieses befreiende Erlebnis des Glaubens. Amen!

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