Ostersonntag – 2017

easterEinführung:
„Was ist denn das Besondere an einem Namen?“, fragen viele.
Aber ein Name ist sehr wichtig.
Das erkennen wir z. B. bei einer Personenkontrolle am Flughafen.

Es gibt viele Namen in der Geschichte, die unsere Welt geprägt haben und weiterhin prägen. Aber ein Name überragt alle diese Namen: Jesus Christus.
Dieser Name hat die meisten Menschen auf der Welt berührt.

Jesus gab seinen Freunden einen Namen – die Apostel.
Sie waren nicht nur seine Jünger, sondern auch seine Freunde.
Obwohl sie ihn in seiner letzten Nacht verlassen haben,
sucht er sie auch nach seiner Auferstehung.
Denn er will ihre Gemeinschaft.
Heute sind wir Teil dieser Gemeinschaft.
Wir feiern mit Christus, der uns sucht und uns einen Namen gibt.
Ihn preisen wir im Kyrie:

Predigt:
Was ist Auferstehung für uns? Ist es bloß eine kirchliche Feier?
Oder hat es etwas mit mir zu tun?
Die Lesungen sagen uns, dass es eine höchst persönliche Feier ist.

Ja, meine Freunde,
die Auferstehung Christi war und ist ein Akt um uns Menschen wieder zu gewinnen. Denn die Auferstehung Jesu gab Menschen – Männern und Frauen – neuen Mut. Sie alle erkannten ihren Gott und Meister wieder.
Das ist die Kraft der Auferstehung. Die Lesungen beweisen uns diese Wahrheit.
Ein Beispiel ist der Apostel Petrus. Er war ein wichtiger Apostel Jesu.
Aber in seiner Angst und Verlegenheit hat er seinen Meister vergessen.
Er hat Jesus verleugnet indem er sagte: „ich kenne den Menschen nicht“ (Mt 26, 72).
Danach bereute er es.
Der Hl. Clemens sagt, dass Petrus später, als er in der Nacht das Krähen hörte, aufstand und betete, und die Tränen flossen über seine Wangen.

Wie wurde der schwache Petrus zu einem mutigen Apostel verändert?
Wieso hat er jetzt keine Angst?
Woher hat er die Begabung um die anderen Jünger zu führen?
Ja, meine Lieben,
das alles passierte, weil die Jünger an die Auferstehung Jesu geglaubt haben.
Sie haben den lebendigen Gott gesehen und mit ihm Gemeinschaft gehalten. Erfahrung kann Menschen überzeugen.
Die Auferstehung Christi ist nun ihre neue ermutigende Erfahrung!

Meine Lieben, wir feiern die Ostertage.
Aber hat unsere christliche Welt in dieser Zeit den Mut,
sich zu Christus zu bekennen und ihm nachzufolgen?
Oder denken wir, dass unsere christliche Welt ihren Mut verloren hat?
Wenn es so ist, dann ist der Grund einfach:
Wir haben den Glauben an die Kraft der Auferstehung Christi verloren.

Meine Lieben,
Jesus Christus war Gott und Mensch.
Er war ein unbegreifliches Bild Gottes.
Er war auch ein unvergleichbarer Menschenfreund.
Deswegen suchte er Menschen wie mich und euch.
Maria hat seine Stimme und seine Liebe sofort erkannt.
Und sie erhält einen neuen Auftrag: Sie soll „seine Brüder“ ermutigen.
Auch wir Christen haben diesen Auftrag:
Jeder, der Christus erkannt hat, soll die anderen ermutigen.

An die Auferstehung Christi zu glauben ist ein Geschenk.
Das schenkt uns Hoffnung und
führt uns wieder zur Gemeinschaft mit Christus.
Dann können wir unsere Schwestern und Brüdern in Christus ermutigen.
Dann wird diese Feier nicht nur ein reines Ritual sein.
Möge der auferstandene Christus unseren Glauben stärken.

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailOrkutShare