PentecostEinführung:
Didymus von Alexandrien war ein Theologe der Antike. Dieser blinde Man, der zwischen 310 und 398 nach Christus in Alexandria lebte, schreibt in seinem Buch über die Dreifaltigkeit:
„Weil der Mensch ein irdenes Gefäß ist, muss er erst mit Wasser gereinigt und dann durch das geistige Feuer gefestigt und vollendet werden – denn der Herr, dein Gott ist verzehrendes Feuer“.
Gottes Geist macht uns zu feurigen Jüngern.
Sein Feuer verändert die Welt und die Sichtweisen.
Sein Geist bringt uns zusammen. An diesem Pfingsttag wollen wir für diese Kraft Gottes danken und beten:

Predigt:
„Bleiben oder Gehen?“ –
Migration aus Osteuropa ist das Thema in diesem Jahr bei Renovabis.
Es gibt verschiedene Arten der Migrationen.
Arbeitsmigration, Liebes – und Beziehungswanderungen, politische und religiös motivierte Zwangswanderungen, Ausbildungs-wanderungen, um nur einige zu nennen.

Menschen, die aus irgendeinem Grund ihre Zuhause und die liebgewordene Umgebung zu verlassen gezwungen sind,
hatten auch stets ihre eigenen Träume.
Aber sie müssen diese Träume vergessen und sich neu orientieren.
Sie müssen sich eine neue, eine sichere Heimat suchen, sie gehen neue Bindungen ein und brauchen neue Kommunikationsmöglichkeiten…
denn sie haben ihre Wurzeln verloren.
Aber ohne Wurzeln kann kein Leben existieren.
So nehmen sie neue Herausforderungen und Risiken –
für sich selbst und für die anderen – vor allem für die Kinder, auf sich.
Durch die Aktion Renovabis, schenken wir solchen Menschen
wieder eine kleine Hoffnung.
Sie empfangen einen neuen Geist für ihr Leben.
Sie dürfen neue Träume haben…
Auch das Pfingstfest ist ein solcher Neuanfang..
Es ist die Geschichte von vielen Menschen –
Frauen und Männern – die einen neuen Start wagen.
Ja, meine Lieben, die Jünger Christi empfangen die ermutigende Botschaft Gottes. Sie empfangen den Leben spendenden Geist Gottes.
Sie beginnen neue Träume zu träumen.
Sie träumen nicht für sich selbst, sie träumen auch nicht allein.
Sondern sie träumen mit Gott. Sie träumen für sein Reich.
Sie träumen für das göttliche Leben.

Dieser neue Geist bringt positive Effekte.
Mit gestärktem Mut und grenzenloser Zuversicht werden sie Menschen helfen. Denn Gottes Ruf für sie war eindeutig:
Sie sollten die zerstörten und zerbrochene Beziehungen aufbauen.
Das Leben Gottes besteht in lebendigen und liebevollen Beziehungen.

Ja, meine Lieben, Pfingsten sagt uns:
Nun ist nichts mehr trostlos. Weil Gott uns seinen Geist sendet, kann alles wieder lebendig werden.
So beginnen auch die Apostel neu.
Sie bleiben noch eine Weile in Jerusalem und empfangen die Kraft Gottes. Danach gehen sie hinaus in alle Welt…
Risiken, Herausforderungen und Verfolgungen…
All das macht sie nicht schwach,
sondern sie eröffnen den Menschen neue Perspektiven.
Sie öffnen der Welt Türen und zeigen neue Wege auf.
Alles was sie tun geschieht durch das Wirken des Geistes.

Der Heilige Geist war unbekannt, sogar dem Hl.Paulus. (Apg 19, 2)
Aber wir wissen von dem Geist Gottes. Die Meisten von uns haben ihn in der Taufe und in der Firmung empfangen.
Spüren wir ihn? Bewegt er unsere Herzen für Menschen und für Gott?
Gottes Geist möge in uns wirken und das Gesicht der Welt verwandeln. Amen!

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