Taufe des Herrn – A – Jes 5a.1-4.6-7_Apg 10, 34-36_Mt 3, 13-17

BaptismEinführung:
Wir feiern heute die Taufe des Herrn. Damit endet die Weihnachtszeit.
Was bedeutet die Taufe für uns?
Ist es nur ein Fest oder hat sie einen tieferen Sinn?
Ja, die Taufe sagt uns, dass wir als Christen einen Auftrag haben.
Wir dürfen uns nicht verstecken.
Mit der Taufe kommt die Zeit ‚Farbe zu bekennen’.
Die Zeit ist da, um in Gottes Namen mutig aufzutreten.
So erneuern wir am heutigen Fest unsere eigene Taufe, schöpfen wir so Kraft in und mit unserem Glauben an Christus mutig zu leben.

Taufwasserweihe …

Predigt:
Anerkennung braucht jeder. Kinder und Erwachsene freuen sich, wenn ein positives Wort über sie gesprochen wird. Aber oft genug sind wir damit sehr sparsam. Eher hören wir Kritik statt Anerkennung.
Ein Ausrutscher, eine falsche Bewegung: Man findet Kleinigkeiten bereits zum Kritisieren. Das erleben wir täglich in der Politik, in der Religion oder auch in der Familie. Menschen und Medien finden stets ihren Stoff für Diskussionen.

Christus hatte am Anfang seines Lebens in dieser Beziehung großes Glück.
Denn er erfuhr große Anerkennung, vor allem von Gott.
Die erste Lesung bestätigt es. Da hörten wir: „mein Knecht“, „an ihm finde ich Gefallen“…

Wenn Gott seinen Sohn anerkennt, dann werden auch Menschen ihn anerkennen. Das Evangelium berichtet davon. Johannes der Täufer ist einer der Ersten.
Er hat Jesus erkannt, auch wenn dieser in einer Menschenmenge stand.
Johannes fragt Jesus: „Du kommst zu mir?“;
denn diese Begegnung hat ihn sprachlos gemacht.
Jesus aber erweist Johannes dadurch eine große Ehre und schenkt ihm seine Anerkennung. Auch später zollt er Johannes diese Wertschätzung.
In Lukas 7, 28 lesen wir:
„Unter allen Menschen gibt es keinen Größeren als Johannes“…“
Jesus schenkt Menschen Anerkennung und sie wird erwidert.
Im Verlauf des Evangeliums erfahren wir, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Natur Christus anerkennt: Denn der Himmel öffnete sich,
Gottes Geist kam als eine Taube herab. Ja, meine Lieben, dies waren Zeichen: Zeichen, die gleichzeitig auch unseren Glauben stützen.

Die wichtigste Anerkennung für Jesus kommt von Gott selbst durch die Aussage: „Du bist mein geliebter Sohn.“
Warum erfährt er so viel Anerkennung auf allen Ebenen?
Es ist, weil er bereit war den Willen Gottes zu tun und den Weg Gottes zu gehen. Jesus denkt nicht an die Kritiker – denn auch solche gab es in der damaligen Zeit. Für Jesus war einzig seine Sendung von Bedeutung.
Die Anerkennung Gottes war seine Kraft um diese zu erfüllen.

Der Apostel Petrus schreibt in seinem Brief, dass Gott nicht auf die Person sieht. Wir Menschen sind da anders. Wir schauen zuerst auf die Person.
Ihre Erscheinung, Hautfarbe, Herkunft, Aussehen usw. interessieren uns…
Zudem – die vielen negativen Schlagzeilen prägen unser Welt- und so auch unsere Menschenbilder.

Aber es gibt auch viele positive Beispiele. Auch sie brauchen Anerkennung. Eines möchte ich hier erwähnen:
„Rund 40 Freiwillige des örtlichen muslimischen Jugendverbands räumten Böller, Raketen und Müll der Silvesternacht weg“, berichtete die Stuttgarter Zeitung vor einigen Tagen. Ein Sprecher sagte: „Es ist wichtig zu zeigen, dass es im Islam auch um den Dienst am Mitmenschen geht“ Und sie tun das seit 1992!
Auch Kleinigkeiten sind anerkennungswürdig! Täglich gibt es viele solcher Berichte zu lesen. Aber sie stehen nur am Rand, die Medien verbreiten sie nicht als „Breaking News“.

Meine Lieben, unsere Worte sollen Menschen nicht saft- und kraftlos machen. Vielmehr ist unser Auftrag Menschen Anerkennung zu schenken.
Nur so können wir ihnen helfen.
Nur so können wir unsere Welt verbessern.
So werden auch wir angenommene und geliebte Menschen werden.
Gott segne uns. Amen!

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailOrkutShare