Baptism of JesusEinführung:
Heute feiern wir die Taufe Jesu.
Die Taufe seines Vorläufers Johannes war ein Zeichen zur Umkehr.
Viele Menschen kamen zu ihm um Buße zu tun..
Sie wollten ihr Leben verbessern und suchten die Versöhnung mit Gott.
Auch wir sind hier und suchen Versöhnung.
Wie nahe stehen wir Gott? Kann Gott uns seine geliebten Söhne und Töchter nennen? Bitten wir um das Erbarmen Gottes:

Predigt:
Man braucht heutzutage Zeugnisse, wenn man sich für eine Stelle bewirbt. Diese Papiere sagen aus, woher wir kommen, ob wir etwas und vor allem, was wir gelernt haben und geben viele weitere Informationen… Menschen, die keine solchen Dokumente vorlegen können tun sich sehr schwer im Leben.

Bevor die biblischen Texte aufgeschrieben wurden, war die mündliche Überlieferung üblich
Diese Berichte und Erzählungen waren zur damaligen Zeit anerkannt.
Eine solche Bestätigung bekommt Jesus heute.
Zunächst wurde von Johannes dem Täufer auf ihn hingewiesen.
Das ist recht locker formuliert.
Aber war das so einfach zu verstehen?
Johannes hatte seinen Auftrag ausgeführt und mit der Spendung der Taufe begonnen.
Nun kommt jemand an seinem „Arbeitsplatz“ und Johannes muss ihn als „Chef“ bekannt geben..
Das ist nicht einfach…zumindest aus unserer Sichtweise..

Aber er wusste, dass Jesus bedeutender ist als er selbst.
Vor allem wusste Johannes, was seine Aufgabe war.
Das hat er auch oft ausgesprochen –„ich bin der Wegbereiter des Herrn“.
.
Sein Auftrag und seine Anerkennung durch Gott erfüllten sich durch die Taufe Christi.
Auch Christus schenkte Johannes seine volle Anerkennung. Darüber lesen wir im Matthäusevangelium. „Unter den von einer Frau geborenen ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer“… (Mt 11,11)
Sie haben einander anerkannt als die, welche sie waren. Hier geht es nicht um eigene Machtdemonstration, sondern um die Zusammenarbeit für Gott.

Täglich begegnen uns viele Menschen. Sie sind Teil unseres Lebens geworden. Aber wie viel Verständnis zeigen wir bei unseren Begegnungen? Wie viel Anerkennung schenken wir einander?

Die Taufe Christi war nicht nur ein Ritual, sondern eine Bestätigung, eine großartige Anerkennung.
Das hörten wir im zweiten Teil des Evangeliums.

„Du bist mein geliebter Sohn“ – diese Bestätigung war nicht nur für Jesus gültig.
Das ist auch unsere besondere Berufung als Christen.
Wir sollten unseren Mitmenschen mit Verstand und Verständnis begegnen.
Wir sollten ihnen Anerkennung schenken.
Das ist heute sehr wichtig.
Wenn wir untereinander mit menschlichen, christlichen Herzen begegnen, dann werden wir wie Johannes die Stimme und Zeichen des Himmels auf Erden erleben.
Lasset uns einander schätzen und als „geliebte Kinder Gottes“ zusammenwachsen.
Gott segne uns. Amen!

WordPressFacebookBlogger PostDeliciousDiggEmailTwitterShare