Verkündigung
Oft müssen wir verschiedene Entscheidungen treffen, die in unserem Leben wichtig sein können. Manchmal ist es schnell erledigt.
Aber wenn es um eine schwere Aufgabe oder eine wichtige Umstellung des Lebens geht, kann man es doch nicht so einfach tun.
Dann brauchen wir eine Zeit der Ruhe, eine Bedenkzeit…
Wenn wir unsicher sind, werden wir um die Hilfe der anderen bitten. Dabei kommen Fragen, wie zum Beispiel:
Kann ich das übernehmen? Passt es zu mir?
Kann ich das alleine schaffen? …

Maria bekommt von Gott eine Aufgabe; eine ganz wichtige Aufgabe. Aber sie muss schnell eine Entscheidung treffen.
Hier muss ich erwähnen, dass Gott ihr dazu keine Bedenkzeit gibt.
Das ist heute schwer zu verstehen.
Aber sie weiß, das ist eine Aufgabe, die sie von Gott bekommt.
Das bedeutet, sie muss diese Aufgabe nicht alleine meistern.
Sie soll Gottes Sohn gebären. Das heißt, Gott ist ab diesem Moment mit ihr. Sie spürt ihn in ihrem Leib. Sie spürt seine Kraft in ihrer Seele.

Sie hat ihr Herz und ihren Leib allein Gott geweiht. Sie empfängt die Botschaft Gottes mit ganzem Herzen. Dann spürt sie Änderungen in ihrem Leib und Leben. Das war ein Empfang, bei dem Hören und Sein eins wird. Sie lebt nur für eine Sache. Sie hört nur die Stimme Gottes in der Botschaft des Engels. So ist Maria für uns ein gutes Beispiel.

Menschen, die mit großer Hingabe leben, sind heute nicht weniger geworden. Künstler, Sportler, Wissenschaftler, Missionare…
ja, man kann viele Beispiele dafür finden.
Die unbegrenzte Liebe zu einer bestimmten Sache hilft diesen Menschen, dieser Sache ihre Zeit und ihre Kraft zu widmen…
Das ist kein Geheimnis… Das ist die Kraft der Liebe.
Vielleicht ist das nicht immer ganz einfach zu verstehen.
Aber die Begeisterung bewegt uns, für etwas da zu sein.
Auch Maria lebt von dieser Begeisterung für Gott.
Im Geschehen der Verkündigung sehen wir nur Maria und den Engel Gabriel als aktive Figuren. Der Engel bringt Maria die Botschaft und Maria akzeptiert sie. Aber es waren viele Menschen, die zu diesem Geheimnis positiv beigetragen haben.
Die Eltern Mariä, Josef, ihr Mann, um nur einige zu nennen.

Ja, wenn Menschen zusammenbleiben und ‚Ja‘ zu Gott sagen, dann wird ein Geheimnis wahr… Dann bekommen Menschen Mut, für etwas Gutes zu leben. Das ‚Ja‘ von Maria ist deshalb auch das ‚Ja‘ von Josef, ein ‚Ja‘ der ganzen Welt… Jesus ist dann keine Überraschung mehr, wenn Menschen gemeinsam ‚Ja‘ sagen. Das ‚Ja‘ geht dann weiter, durch die Apostel, durch uns, heute noch…
Denn mit Maria sagt die ganze Welt ‚Ja‘ zu Gott.

Ja, meine Lieben, es wird nur dann Schönes geschehen, wenn wir gemeinsam für eine gute Sache einstehen. Wenn wir uns gegenseitig stärken, können wir vieles erreichen. Das können wir in unserer Familie, in der Gesellschaft auch in der Welt verwirklichen.
Dafür brauchen wir die einfache Art Mariens, einfach, ohne Bedingung, Vertrauen auf Gott zu setzen. In der Liebe Gottes hoffen können… Alles Weitere erledigt Gott in unserem Leben.

Leider sind wir nicht so mutig wie Maria. Und nicht jede Aufgabe kommt von Gott. Daher brauchen wir oft Zeit zum Überlegen, um ‚Ja‘ zu sagen. Auch diese Entscheidungen können uns manchmal schwer erscheinen. Aber eins können wir von Maria lernen: Lasst uns lernen, daran zu glauben, dass wir unsere Aufgaben nicht alleine schaffen müssen, sondern es mit der Hilfe Gottes tun können. Wir sollen große Hoffnung in die Liebe Gottes setzen. Wenn wir auf ihn unser Vertrauen setzen, dann haben wir Kraft für unser Leben.
Denn wenn wir zu Gott ‚Ja‘ sagen, bleibt er bei uns. Denn seine Ehre ist unser Ziel, nicht unsere Machtdemonstration.
Mit Maria wollen wir es versuchen Diener Gottes zu sein…
Mit vielen lieben Menschen wollen wir Gottes Willen wahr werden lassen. Gott segne und stärke uns. Amen!

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